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Lebensqualität in der klinischen Onkologie

 Kurztitel

  • PRO-LQ

Projektleitung

Klinische Leitung:

  • Prof. Dr. med. Vordermark

Projektmitarbeiter

Partner

  • Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Zentraler Dienst 1 - Information und Kommunikation, Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Krukenberg Krebszentrum, Universitätsklinikum Halle (Saale)
  • Evaluation Software Development

Förderung

  • Europäischer Fond für regionale Entwicklung (EFRE)

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Erfassung von patientenberichteter gesundheitsbezogener Lebensqualität (HRQOL=Health-Related Quality of Life) liefert relevante Informationen darüber, wie Krebspatient*Innen ihre Krankheit und Therapie persönlich erleben und welche Belastungen für sie damit einhergehen. Sie hilft dabei, die Patientenperspektive stärker in den Behandlungsprozess einzubringen. Obwohl viele Studien den Nutzen für die gezielte Supportivtherapie belegen, findet bislang in den meisten Kliniken noch keine standardmäßige Erfassung von HRQOL statt. Ein Grund dafür ist, dass die Einbindung in die klinische Routine eine komplexe Intervention darstellt, für die viele Aspekte, Komponenten und Beteiligte berücksichtigt werden müssen. Daher ist ein wissenschaftlich fundiertes, sorgfältig geplantes und strukturiertes Vorgehen notwendig.

Ziel

Projektziel ist es, die Implementierung der elektronischen Erfassung von HRQOL an einer onkologischen Fachabteilung nach wissenschaftlichen Standards zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Basierend auf den im Rahmen der Prozessevaluation gewonnenen Erkenntnissen soll ein Leitfaden für die Implementierung in anderen klinischen Settings entwickelt werden.

Methoden

Das Projekt wird in 5 Phasen durchgeführt: 1. Erfassung von Optimierungsbedarf und  abteilungsspezifischen Förderfaktoren und Barrieren für die Implementierung durch Ist-Stand Analyse mit Hospitation, Dokumentationsanalyse und Befragung; 2. Auswahl der Instrumente und Entwicklung von Behandlungspfaden für relevante Ergebnisse der HRQOL-Erfassung (z. B. für spezifische Symptome); 3. Entwicklung und Durchführung einer Schulung für klinisches Personal zum Umgang mit elektronischer HRQOL-Erfassung; 4. Stufenweise Implementierung begleitet durch kontinuierliches Monitoring; 5. Evaluation des Erfolgs der Implementierung mittels Dokumentationsanalyse, Erfassung der Patientenzufriedenheit mittels Befragung und Erstellung des Leitfadens zur Implementierung. 

Erwartete Ergebnisse

Das Vorhaben liefert Erkenntnisse zu Setting-spezifischen Förderfaktoren und Barrieren der Implementierung elektronischer Erfassung von HRQOL. Diese dienen als Grundlage für die Erstellung eines Leitfadens zur Einführung in andere klinische Settings. Der Leitfaden sollte im Rahmen einer folgenden multizentrischen Studie getestet werden, um die Verallgemeinerbarkeit zu verbessern und eine Anwendung für weitere Implementierungen der routinemäßigen Erfassung von HRQOL in verschiedenen Fachabteilungen zu fördern.