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Partizipative Entwicklung und Evaluation eines multimodalen Konzeptes zur Gewaltprävention in stationären Pflegeeinrichtungen

Kurztitel 

  • PEKo

Zeitraum

  • Oktober 2018 bis September 2020

Leitung

Mitarbeiter/innen

Partner

  • Universität zu Lübeck
  • Hochschule Fulda

 Förderung

  • Techniker Krankenkasse 

Zusammenfassung 

Gewalt gegenüber pflegebedürftigen Personen, aber auch gegenüber Pflegenden, ist für stationäre Pflegeeinrichtungen berichtet. Mit dem Projekt PEKo-Partizipative Entwicklung und Evaluation eines multi-modalen Konzeptes zur Gewaltprävention in stationären Pflegeeinrichtungen werden Mitarbeitende in Pflegeheimen für das Thema der Gewaltprävention sensibilisiert. Mit einem partizipativen Ansatz werden Interventionen zur Vermeidung von Gewalt entwickelt, implementiert und wissenschaftlich evaluiert.

 

Hintergrund 

Gewalt gegenüber älteren Menschen wird von der WHO als einmalige bzw. wiederholte Handlung aber auch Unterlassung gebotener Handlungen definiert, die bei den betroffenen Personen zu Schaden oder Leid führen können. Unterschiedliche Wahrnehmung von Gewalt und die Tabuisierung des Themas lassen auf eine Dunkelziffer in der Berichterstattung von Gewaltereignissen schließen. Die Förderung von Gewaltprävention in Pflegeeinrichtungen ist einer der Schwerpunkte der Präventionsleistungen der Pflegekassen. Dabei sollen unter der Beteiligung der pflegebedürftigen Personen und der Einrichtungen Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation entwickelt und umgesetzt werden.

 

Ziel 

Ziel des Projektes PEKo ist die Entwicklung eines nachhaltigen Gewaltpräventionskonzeptes in den teilnehmenden Einrichtungen. Leitende Grundprinzipien sind Transparenz und Partizipation, systematisches Vorgehen und nachhaltige Einbindung in die Einrichtungsstrukturen.

 

Intervention

  • Auftaktveranstaltungen in den teilnehmenden Einrichtungen
  • Festlegen eines/einer PEKo-Beauftragten pro teilnehmende Einrichtung
  • Bildung eines einrichtungsinternen PEKo-Teams
  • Bildung eines einrichtungsübergreifenden PEKo-Zirkels
  • Strukturierte Befragung von Mitarbeitenden als Baseline-, Zwischen- und Abschlusserhebung 
  • Durchführen monatlicher PEKo-Treffen in den Einrichtungen
  • Durchführen quartalsweiser, einrichtungsübergreifender PEKo-Zirkel 
  • Entwickeln, Evaluieren und Anpassen von einrichtungsspezifischen Interventionen und Handlungsleitlinien 
  • Entwickeln einer Kultur des lösungsorientierten Bearbeitens von berichteten Gewaltereignissen in den Einrichtungen 
  • Entwickeln und Anwenden eines einrichtungsspezifischen Schulungskonzeptes
  • Beratungsangebot der Projektmitarbeiter/innen für die PEKo-Beauftragten und die PEKo-Teams

Evaluation

Datenquellen der wissenschaftlichen Evaluation sind:

  • Daten aus den standardisierten Befragungen zu den Zeitpunkten T0, T1 und T2
  • Dokumentationen von Gewaltereignissen
  • Beobachtungs- bzw. Erinnerungsprotokolle der PEKo-Treffen und PEKo-Zirkel
  • Daten aus strukturierten Befragungen zur Lebensqualität von Bewohner/innen
  • Fokusgruppeninterviews mit Bewohnern (alternativ Bewohnervertreter/innen), Angehörigen und Mitarbeitenden zur Gewaltkultur in den Einrichtungen 
  • Fokusgruppeninterviews zur Prozessevaluation mit den PEKo-Beauftragten, Mitarbeitenden in den PEKo-Teams und leitenden Mitarbeitenden