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AG Tumorimmunologie

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit immunologischen Signalwegen und Immuntherapien bei Krebs-, Blutkrebs- und immunologischen Erkrankungen. Durch ihre Arbeiten zum B-Zell Rezeptor bei bösartigen Lymphomen hat die Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren zur Entschlüsselung Krankheits-spezifischer Signalwege beigetragen, die heute therapeutisch genutzt werden. Darüber hinaus befasst sich die Gruppe mit der Entstehung von Therapieresistenz und Mechanismen der Resistenzüberwindung unter zielgerichteten und immunologischen Therapien.

 

Drei Schwerpunkte sollen in den kommenden Jahren bearbeitet werden:

1. Charakterisierung von Signalwegen mit Bedeutung für Immun-/Tumorbiologie, Tumortargeting und Therapieresistenz

Die Arbeitsgruppe hat einen Schwerpunkt im Bereich der spezifischen Immunabwehr. Sie erforscht mit modernen Technologien wie der Immun-Tiefensequenzierung – unter anderem als Teil des Sonderforschungsbereichs SFB841 – immunologische Mechanismen, die zur Krankheitsentwicklung (z.B. von Autoimmunerkrankungen) führen. Darüber hinaus befasst sich die Arbeitsgruppe in zwei größeren Forschungsprogrammen mit der Entschlüsselung der Signalwegabhängigkeit und der Rolle des Immunsystems bei Krebserkrankungen (v.a. Darmkrebs, und Kopf-Hals Tumoren) sowie bei Blutkrebserkrankungen (v.a. Lymphom und Myelom) und der Frage, wie sich bösartige Tumore einer zielgerichteten Behandlung entziehen können (Therapieresistenz)

 

 

 

2. Überwindung von Therapieresistenz durch innovatives Targeting 

Oben genannte Konzepte werden konsequent in Hinblick auf die klinische Anwendung weiterentwickelt. So untersucht die Arbeitsgruppe präklinisch sowie in klinischen Studien alternative und Resistenz-präventive Wege des Angriffs am epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor, einem wesentlichen Ankermolekül an der Oberfläche verschiedener solider Tumore. In klinischen Studien wird das Potential der Kombination von solchen zielgerichteten Therapieansätzen mit Krebsimmuntherapien überprüft. Die begleitenden experimentellen Forschungsprogramme sollen klären, unter welchen Bedingungen das aktivierte Immunsystem therapieresistente Tumorzellen am effizientesten vernichten kann.

 

3. Liquid Biopsy - moderne Konzepte des Krankheits-, Immun- und Resistenzmonitorings

Tumore, aber auch Immunzellen geben ihr Erbmaterial in kleinen Mengen als Zell-freie DNA in das Blut ab. Dies ermöglicht es, individuelle Tumor-, Immun- und Resistenzprofile aus Patientenblut (Flüssigbiopsie, Liquid Biopsy) abzuleiten und deren Veränderung unter Therapie zu monitorieren, ohne Proben aus dem Tumor selber nehmen zu müssen. Die Arbeitsgruppe entwickelt dieses für den Patienten wenig belastende Verfahren weiter mit dem Ziel einer erfolgreichen Therapiesteuerung, beispielsweise durch Therapieanpassungen auf der Basis von Resistenzveränderungen in der Liquid Biopsy. Ein weiteres Ziel besteht darin, durch die Liquid Biopsy Krankheitsrückfälle frühzeitig zu erfassen, nämlich zu einem Zeitpunkt zu dem sie noch heilbar sind.  

 

Mitarbeiter:

Prof. Mascha Binder

Dr. rer. nat. Christoph Schultheiss

Nils Schönbeck

Donjete Simnica

Lisa von Wenserski

Kontakt

Universitätsklinikum Halle
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV
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