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Förderverein des Universitätsklinikums Halle (Saale) erhält Spende für den Erhalt des "Raumes der Stille" und stellt Referentin vor

Am Dienstag, den 04.12.2018 hatte der Förderverein des UKH doppelten Grund zur Freude. Herr Olaf Tratzsch, Geschäftsleiter des Porta Möbelhaus Wiedemar, übergab einen vorweihnachtlichen Spendenscheck in Höhe von 1.000,00 € an Frau Anja Schneider, die den Förderverein in Ihrer neuen Position als Referentin des Vorstandes und neues Mitglied unterstützt. Frau Schneider arbeitet seit über 10 Jahren am UKH, davon mittlerweile seit 9 Jahren als Chefsekretärin in der Klinik für Innere Medizin I und hat die Spende als erste „offizielle Amtshandlung“ von Herrn Tratzsch entgegengenommen. 

 

Diese Spende soll mit in das Herzensprojekt des Fördervereins fließen: der Rettung des Raumes der Stille am Standort Ernst-Grube-Straße, der sonst dem Abriss des Komplements im Rahmen zukünftiger Baumaßnahmen zum Opfer fallen würde und an einem anderen Ort im Klinikum neu errichtet und in einen interkulturellen Raum der Begegnung umgewandelt werden soll. Ziel ist es, mit diesem Raum einen Ort zu schaffen, an dem Patienten, Angehörige und Pflegende einen Ort zum „Inne halten“, zum Kraft schöpfen oder aber auch zum Gespräch in schwierigen Situationen finden und dies unabhängig und über jegliche Grenzen von Religionen hinaus.

 

Des Weiteren freut sich der Förderverein des UKH sehr über die Mitgliedschaft des in diesem Jahr in den Ruhestand getretenen ehemaligen Ärztlichen Direktors, Herrn Dr. Thomas Klöss, der im Rahmen seiner Verabschiedung eine Spendenaktion zum Erhalt des Raumes der Stille initiiert hat und diese großzügige Spende an den Förderverein übergeben hat. Der Erhalt des Raumes der Stille und dessen Neuerrichtung nach dem Abriss des Komplements ist für Herrn Dr. Klöss eine persönliche Herzensangelegenheit.

Herzlich Willkommen und auf gute Zusammenarbeit.

Radio Brocken hilft überreicht 1.000 Euro Spendenscheck

Am Montag, 22. Oktober 2018, erhielt der Förderverein des Universitätsklinikums Halle (Saale) eine Spende in Höhe von 1.000 Euro, überreicht von den Radio Brocken Morgenshow-Moderatoren Amrei Gericke und Tilo Liebsch. Sie übernahmen die Übergabe stellvertretend für den Radio Brocken hilft e. V., der im Rahmen der aktuellen Radio Brocken Gewinnspielaktion „5 Hits in 30 Sekunden“ dank eines Promi-Spezials die Spendensumme aufbringen konnte. Sänger Joris („Herz über Kopf“) erriet am Montagmorgen innerhalb von 30 Sekunden alle Interpreten der fünf Songs, die ihm Amrei Gericke und Tilo Liebsch vorspielten und gewann damit 1.000 Euro. Dieses Geld widmete Joris dem gemeinnützigen Spendenverein von Radio Brocken, der damit wiederum hilfsbedürftige Einrichtungen unterstützt. 

„Bei der Wahl des Spendenempfängers war es uns wichtig, nicht ‚die üblich‘ geförderten Bereiche zu wählen, sondern gezielt Projekte, die noch stärker von einer finanziellen und redaktionellen Unterstützung profitieren würden und im besten Falle Gutes mit Musik bewirken – so wie unsere Gewinnaktion. Deshalb fiel die Wahl auf die Musiktherapie-Abteilung der Uniklinik Halle, der die 1.000 Euro jetzt zu Gute kommen“, erzählt Morgenfrau Amrei Gericke, die noch am selben Tag mit ihrem Morgenshow-Kollegen Tilo Liebsch persönlich in der Uniklinik mit dem 1.000 Euro Spendenscheck vorbeischaute.

Die Überraschung und Freude auf Seiten der Uniklinik war sehr groß. „Die Musiktherapie in der Psychiatrie ist jetzt nicht unbedingt etwas, was im Bewusstsein der Öffentlichkeit steht. Gerade für solche Randbereiche ist eine Unterstützung, wie sie jetzt von Radio Brocken kommt, eine super Sache“, freut sich Prof. Dr. med. Patrick Michl, Vorstandsmitglied des Fördervereins und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin.

„Wir sind sehr dankbar für die Spende und möchten das Geld unter anderem zur Anschaffung neuer Musikinstrumente und CDs mit Musik aus verschiedenen Jahrzehnten nutzen“, verrät Musiktherapeutin Jeannine Wuthe. Ihr Kollege Sebastian Hopp macht noch einmal deutlich, wie wichtig die Musiktherapie für viele Patienten ist: „Mit Musik können wir sehr direkt Gefühle ansprechen und Erinnerungen hervorrufen. Was in diesem Moment für Patienten etwas sehr Heilvolles ist, wenn sie sonst keinen Zugang mehr zum emotionalen Erleben haben, wie beispielweise bei einer Depression. Musik schafft auch wunderbar einen Rahmen für Menschen mit Realitäts-, Sprach- oder Gedächtnisverlust. Gerade bei unseren älteren Patienten ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, dass sie sich normalerweise nicht mehr sprachlich ausdrücken können, aber noch alle drei Strophen von ihren Lieblingsvolksliedern von damals mitsingen können. Das ruft Erinnerungen und Gefühle hervor, die zur Förderung ihrer Gesundheit beitragen.“

Der Förderverein Universitätsklinikum Halle (Saale) e. V. ist immer auf der Suche nach Unterstützung. „Das Klinikum bekommt vom Staat zwar regelmäßig Gelder für neue Geräte, technische Ausstattung und medizinische Versorgung, aber gerade was die Wohlfühlatmosphäre für Patienten betrifft, da gibt’s dann oft eben kein Geld. Genau da hat sich der Förderverein zum Ziel gesetzt, einzuspringen“, erklärt Prof. Michl. Spenden fließen so unter anderem in die Verbesserung von Spielplätzen in der Kinderklinik, in Aufenthaltsräume für chronisch kranke Patienten oder eben Bereiche wie die Musiktherapie. Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich auf der Internetseite www.medizin.uni-halle.de über Möglichkeiten informieren.

Mit dem 2005 gegründeten Verein „Radio Brocken hilft e. V.“ konnte in der Vergangenheit bereits vielen Sachsen-Anhaltern in Not auf schnelle und unkomplizierte Weise geholfen werden. So erhielten unter anderem die betroffenen Familien des Zugunglücks bei Hordorf und des Erdrutsches von Nachterstedt mehrere zehntausend Euro aus dem Hilfsfond. Der Verein engagiert sich für unverschuldet in Not geratene Menschen sowie für gemeinnützige Projekte in Sachsen-Anhalt und beschafft finanzielle Mittel für die Unterstützung von Hilfsprojekten.

Text und Foto: Radio Brocken