Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

BAföG

Beim BAföG-Bezug werden Familienpflichten über eine Reihe von Sonderregelungen für schwangere Studentinnen und studierende Eltern berücksichtigt. Studierende, die ein eigenes Kind unter 10 Jahren erziehen, erhalten einen Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130,- Euro pro Kind. Dieser wird als Vollzuschuss gewährt, d.h. die gezahlten Beträge werden nicht auf den BAföG-Rückzahlungsbetrag angerechnet. Für den Erhalt des Kinderbetreuungszuschlages müssen Kinderbetreuungskosten nachgewiesen werden. Die Beantragung erfolgt mittels der Anlage 2 zum Formblatt 1. Der Bezug des Kinderbetreuungszuschlages hat keine Auswirkungen auf andere Sozialleistungen, d.h. er schließt weder deren Beantragung aus noch führt er zu deren Kürzung.

Die BAföG-Höchstförderungsdauer kann auf Antrag durch die Anrechnung von Kindererziehungszeiten verlängert werden. Dabei müssen Sie darlegen, dass die Verzögerung im Studium maßgeblich auf die Kindererziehung zurückzuführen ist. Als angemessene Zeit über die Höchstförderungsdauer hinaus gilt i.d.R.:

  • 1 Semester für die Schwangerschaft
  • 1 Semester pro Lebensjahr für die ersten 5 Lebensjahre Ihres Kindes
  • 1 Semester insgesamt für das 6. und 7. Lebensjahr Ihres Kindes
  • 1 Semester insgesamt für das 8. bis 10. Lebensjahr Ihres Kindes.

Wie der Kinderbetreuungszuschlag wirken sich auch die über die eigentliche Höchstförderungsdauer hinaus erhaltenen BAföG-Zahlungen nicht auf die Rückzahlungssumme aus.

Sollten beide Elternteile BAföG beziehen, so kann nur jeweils einer der beiden Elternteile den Kinderbetreuungszuschlag bzw. eine Verlängerung der Höchstförderungsdauer erhalten. Es besteht die Möglichkeit, dass sich beide Elternteile die auf die Höchstförderungsdauer anrechenbaren Zeiten untereinander aufteilen (z.B. beantragt die Mutter die Verlängerung um ein Semester für die Schwangerschaft, der Vater die Verlängerung um ein Semester für das erste Lebensjahr).

Wenn Sie Ihr Studium länger als für den gesetzlichen Mutterschutz unterbrechen (z.B. mit einem Urlaubssemester), besteht ab dem Zeitpunkt der Unterbrechung kein BAföG-Anspruch mehr. Ziehen Sie die Beantragung eines Urlaubssemesters in Erwägung, sollten Sie sich vorab durch das BAföG-Amt beraten lassen.

Mit der Geburt eines Kindes erhöht sich Ihre Einkommensgrenze, d.h. als Elternteil dürfen Sie 520 Euro pro Kind zusätzlich zu den üblichen 450 Euro pro Monat dazu verdienen.

Einen Termin für eine umfassende BAföG-Beratung durch das BAföG-Amt in der Weinbergmensa können Sie über das Studentenwerk bequem online reservieren.