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Sprachprüfung im DELH

Das Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt hat festgelegt, dass ab dem 01. Januar 2015 für die Berufsausübung im Sinne des § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 BÄO Kenntnisse der deutschen Sprache vorhanden sein müssen, die für eine umfassende ärztliche Tätigkeit erforderlich sind. Diese sind auf der Grundlage eines Zertifikats GER-B2 und einem zusätzlichen Nachweis der Fachsprachenkenntnisse, orientiert auf dem Niveau C1, nachzuweisen.
Die dafür erforderliche Fachsprachenprüfung (Deutsch-Sprachtest für ausländische Ärztinnen und Ärzte) wird durch die Ärztekammer Sachsen-Anhalt abgenommen. Die Prüfungen finden an der MLU Halle, Dorothea Erxleben Lernzentrum Halle, SkillsLab, Magdeburger Straße 12, 06112 Halle/Saale, statt. 

Weitere Informationen zur Anmeldung und Ablauf der Prüfung finden Sie auf den Seiten der Landesärztekammer: 

https://www.aeksa.de/www/website/PublicNavigation/arzt/mitgliedschaft/sprachtest/

 

Die Prüfung besteht aus 4 Teilabschnitten. Diese beinhalten :

1. Arzt-Patienten- Gespräch

Sie führen mit dem Patienten ein Anamnesegespräch durch. Die Rolle des Patienten übernimmt ein Schauspieler, der Ihnen vorgegebene Informationen über seinen Gesundheitszustand vermitteln wird.
Für die Anamneseerhebung stellen wir Ihnen einen vorgedruckten Anamnesebogen zur Verfügung. Dieser dient für Ihre Notizen und wird nicht als Prüfungsdokument bewertet. Für das Anamnesegespräch haben Sie 15 Minuten Zeit. Im Anschluss erläutern Sie dem Patienten die geplante Diagnostik und/ oder Therapie. Diesbezüglich erhalten sie 10 Minuten vor Ihrem Prüfungsbeginn genauere Informationen entsprechend dem jeweiligen Prüfungsfall. 

Bitte beachten Sie, dass der Patient nicht mit medizinischen Fachausdrücken vertraut ist. Erläutern Sie ihm bitte alle anstehenden Maßnahmen und beantworten Sie Rückfragen. Erklären Sie alles so verständlich wie möglich. 

Hierfür haben sie maximal 5 Minuten Zeit.

2. Dokumente (Anforderungen, Patientenakte, Telefonat, Vokabelliste)

Im zweiten Teil der Prüfung erhalten Sie zunächst einen medizinischen Anforderungsbogen, der vollständig auszufüllen ist. 
Danach bekommen Sie in Form einer Akte, die einen Arztbrief, Befunde aus CT, Röntgen, Ultraschall, Endoskopie und Laborbefunde enthalten kann, weitere Informationen zu Ihrem Patienten. 
Außerdem wird Ihnen ein Kollege/-in Angaben zum Patienten machen (Film). 
Das Labor wird Sie telefonisch kontaktieren, um Ihnen Laborwerte eines anderen Patienten mitzuteilen, die Sie später mit Namen und Geburtsdatum korrekt widergeben müssen.
Am Ende des Prüfungsteils erhalten Sie eine Vokabelliste mit Fachtermini, die Sie für einen Patienten verständlich übersetzen sollen. Bei dieser Aufgabe müssen Sie auch Ortsangaben (z.B. "unterhalb des rechten Kniegelenks") verstehen und auf einem Schema markieren. 

Für diesen Prüfungsteil stehen Ihnen 40 Minuten zur Verfügung. 

3. Epikrise 

Der dritte Prüfungsteil dient dem Verfassen einer Epikrise. Mit Hilfe der Ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen, müssen Sie diese am Computer verschriftlichen. Dabei soll auf die aktuellen Beschwerden, die durchgeführten Untersuchungen und die daraus resultierenden Befundergebnisse eingegangen werden.
Hierbei ist besonders auf die Grammatik, die Orthographie und den Ausdruck zu achten. Es müssen ganze Sätze und Nebensätze geschrieben, sowie verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwendet werden. Ein Rechtschreibprogramm steht NICHT zur Verfügung. Sie dürfen jedoch das Ihnen bereit gestellte medizinische Wörterbuch in diesem Prüfungsteil verwenden. 

Für diesen Prüfungsteil stehen Ihnen 20 Minuten zur Verfügung. 

4. Arzt-Arzt-Gespräch

Im vierten Prüfungsteil stellen Sie Ihren Patienten den anwesenden Prüfern vor. In diesem Gespräch können Sie medizinische Fachtermini benutzen. Bitte fassen Sie die aktuellen Befunde und den Arztbrief aus der Akte, die Informationen des Kollegen (Film) und den Anruf aus dem Labor kurz zusammen. 

Nach der Patientenvorstellung können die beiden Ärzte (Prüfer) Fragen an Sie richten.

Hilfsmittel während der Prüfung


Bei Prüfungsbeginn erhält jeder Prüfling die Vordrucke für die Anamnese sowie einen Stift und Papier für Notizen. Die Notizen fließen nicht in die Bewertung der Prüfung ein. 

Weitere Hilfsmittel (medizinische Nachschlagewerke) werden gestellt. Während der Prüfung ist die Kontaktaufnahme zu Dritten, sowie die Nutzung weiterer Hilfsmittel (Bücher, Fachartikel, Internet) untersagt. 


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Absolvierung der Prüfung!