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Das Kniegelenk

Wie ist das Kniegelenk aufgebaut?

Das Kniegelenk besteht aus drei Teilgelenken. Zum einen gibt es eine gelenkige Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen und hier ein inneres und ein äußeres Gelenk. Das dritte Teil des Kniegelenkes ist die gelenkige Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe. Diese drei Teilgelenke bilden zusammen das Kniegelenk. Beim Beugen und Strecken des Kniegelenkes kommt es zum einen zu einer Beuggleitbewegung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen und andererseits zu einer Gleitbewegung in dem Gelenk zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen. Alle Gelenkpartner sind mit einer Knorpelschicht bedeckt, so dass diese gemeinsam mit der Gelenkflüssigkeit ein nahezu reibungsfreies Gleiten der Gelenkpartner zueinander ermöglichen. Die Stabilität des Kniegelenkes wird durch den Bandapparat (Kreuzbänder und Seitenbänder) durch die über das Kniegelenk ziehende Muskulatur und die Kniegelenkskapsel gewährleistet. 

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Ein künstliches Kniegelenk

Wie funktioniert das Kniegelenk?

Ein künstliches Kniegelenk besteht in der Regel aus drei Teilen. Zwei davon werden direkt in den Knochen verankert. Hierbei handelt es sich um eine Oberschenkel-Komponente und ein Implantat für den Unterschenkel (Schienbein), die nach entsprechender Vorbereitung und Zurichtung des Knochens implantiert werden. Die Verankerung der Implantate kann durch Verklemmen der Metallteile im Knochen, mit daraus später resultierendem Anwachsen des Knochens an die Implantatoberfläche, gewährleistet werden. Andererseits ist auch eine Verankerung dieser Teile durch die Nutzung eines Knochenzementes möglich. 

Mit dem Unterschenkelteil wird eine Kunststoffgleitfläche (Polyethylen-Inlay) verbunden, sodass das Oberschenkelimplantat reibungsarm auf der Kunststoffgleitfläche gleitet. 

Bei Bedarf kann zusätzlich noch ein Ersatz der Kniescheibenrückfläche erfolgen. Hier wird nach entsprechender Vorbereitung eine Kunststoffschieb (Polyethylen) auf die Kniescheibenrückfläche aufgebracht.

 

Welche Prothese ist für mich die richtige?

Es existiert derzeit eine Vielzahl von verschiedenen Prothesentypen (unikondyläre Schlittenprothesen, Oberflächenersatz-Prothesen, (teil-) gekoppelte Prothesen). Für die einzelnen Modelle gibt es jeweils zahlreiche unterschiedliche Größen. Die Wahl der Endoprothese ist eine individuelle Entscheidung, welche in Abhängigkeit der Gelenkzerstörung, der  Knochenbeschaffenheit, des Körpergewichts, den körperlichen Aktivitäten des Patienten, aber auch von den zum Zeitpunkt der Operation bestehenden Nebenerkrankungen abhängig ist. Vor der Operation trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung spezieller Röntgenbildaufnahmen und der oben genannten Kriterien die Auswahl der Implantate und deren Verankerung im Knochen (zementiert oder zementfrei). Gleichzeitig wird anhand der vorliegenden Röntgenbilder vor der Operation die genaue Position der Implantate im Knochen geplant und die daraus resultierenden Veränderungen (zum Beispiel der Beinachse) simuliert. 

Die Lebensdauer des Kunstgelenkes ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Beeinflusst wird diese unter anderem durch die Verankerungstechnik, durch die verwendeten Materialen, durch die körperliche Beanspruchung und die Knochenbeschaffenheit. 

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Unikondyläre Schlittenprothese

Mit diesem Implantat wird nur eine Gelenkhälfte des Kniegelenkes (meistens die innere Gelenkhälfte) ersetzt. Die Verwendung dieses Implantates ist nur dann zu empfehlen, wenn sich der Gelenkverschleiß im Kniegelenk auch auf diese Gelenkhälfte beschränkt. In der überwiegenden Mehrzahl betrifft die Arthrose jedoch auch andere Regionen im Kniegelenk, so dass die unikondyläre Schlittenprothese nur bei wenigen Patienten (10 % der Patienten) eingesetzt werden kann. Die Verankerung der Implantate im Ober- und Unterschenkelknochen kann hierbei grundsätzlich zementiert oder aber zementfrei erfolgen. 

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Oberflächenersatz-Prothese

In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle, muss bei degenerativem Gelenkverschleiß des Kniegelenks ein Ersatz, sowohl der inneren als auch der äußeren Kniegelenkshälfte, durch die Endoprothese erfolgen. Hierbei werden regelhaft sogenannte Oberflächenersatz-prothesen angewandt. Es handelt sich hierbei um Implantat, die im Oberschenkel- und Unterschenkelknochen sowohl zementiert als auch zementfrei zur Verfügung stehen. Insbesondere die technischen Fortschritte der letzten Jahre haben es möglich gemacht, Endoprothesenmodelle zu entwickeln, die in Form und Funktion dem natürlichen Kniegelenk sehr nahe kommen. Diese Prothesenmodelle gibt es in zahlreichen Modellvarianten und Größen, so dass hier eine individuelle, patientenangepasste Versorgung des Kniegelenkes möglich ist. 

Die Oberflächenersatzprothese kann in Kombination mit dem Ersatz der Kniescheibenrückfläche erfolgen. Diese ist nicht zwingend erforderlich und richtet sich nach den patientenindividuellen Gegebenheiten (Abnutzungsgrad und Deformierung der Kniescheibe). 

Nur in seltenen Fällen ist bei fortgeschrittenem Kniegelenksverschleiß die endoprothetische Versorgung mit einer Oberflächenersatzprothese nicht möglich. Dann müssen sogenannte teilgekoppelte oder gekoppelte Knieprothesenimplantate eingebracht werden. Diese verankern zusätzlich noch mit einem entsprechenden Metallstab im Ober- und Unterschenkelknochen. Dadurch wird eine höhere Stabilität der Prothese erzielt. Notwendig sind solche Endoprothesenversorgungen bei Patienten mit ausgeprägter Knochenzerstörung und/oder O- bzw. X-Bein-Stellung. 

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Retropatellarersatz-Prothese

In sehr seltenen Fällen kommt es zu einem Kniegelenksverschleiß, der sich ausschließlich auf das Gelenk zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe reduziert. In solchen, sehr seltenen, Fällen besteht auch die Möglichkeit, dieses Gelenk isoliert, das heißt, ohne die endoprothetische Versorgung des Gelenkes zwischen Ober- und Unterschenkelknochen zu versorgen. Solche isolierten Retropatellarersatzprothesen werden in der Regel zementiert verankert und ermöglichen aber später auch noch die endoprothetische Versorgung des Kniegelenkes mit einer Oberflächenersatzprothese oder aber auch mit einem teilgekoppelten bzw. gekoppelten Implantat. 

 

Die Operation

Unabhängig vom gewählten Implantat ist das künstliche Kniegelenk primär stabil, so dass Sie es sofort nach der Operation mit vollem Körpergewicht belasten können. Die Benutzung von Unterarmstützen direkt nach der Operation ist erforderlich, um das Gangbild zu unterstützen und sicherer zu gestalten. Sobald Sie nach der Operation über ein sicheres Gangbild auch auf unebenem Boden bzw. beim Treppen steigen verfügen, können Sie auf die Benutzung der Unterarmstützen ganz verzichten. 

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Das Integra-Programm

Seit November 2006 bieten wir Patienten, die aufgrund eines guten allgemeinen Gesundheitszustandes geeignet sind, die Möglichkeit an, auf unserer Integra-Station operiert zu werden. Dies ist verbunden mit einem intensiven postoperativen sporttherapeutischen Programm. Ziel der Behandlung ist, dass eine Entlassung aus der Krankenhausbehandlung nach ca. 5 Tagen erfolgt. Nähere Informationen speziell dazu finden Sie »hier.

 

Nach der Operation kann eine ambulante Rehabilitation oder eine so genannte Anschlussheilbehandlung in einer Rehabilitationsklinik wahrgenommen werden. 

In beiden Fällen unterstützen und beraten wir Sie gern bei der entsprechenden Antragstellung. 

Berufstätige Patienten können damit rechnen, dass sie nach ca. 2 - 3 Monaten wieder voll arbeitsfähig sind. Gleiches gilt für die Aufnahme von sportlichen Freizeitaktivitäten. In Vorbereitung auf die Operation kann abgeklärt werden, welche beruflichen Tätigkeiten bzw. welcher Sport nach der Implantation eines Gelenkersatzes für Sie nicht mehr zu empfehlen ist.

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