Neue Fortbildungsreihe „Radioonkologie“ in der Klinik für Strahlentherapie

Die Universitäts- und Poliklinik für Strahlentherapie (Direktor: Prof. Dr. Dirk Vordermark) am Universitätsklinikum Halle (Saale) startet eine neue „Radioonkologie“-Fortbildungsreihe.

Darin werden jeweils einmal pro Quartal innovative und aktuelle „Hot Topics“ der Strahlentherapie von externen Experten aus den Bereichen Strahlentherapie, Medizinphysik und Strahlenbiologie präsentiert.

Die erste Fortbildungsveranstaltung wird am Mittwoch, 29. März 2017 um 15.30 Uhr im Hörsaal 1 (Funktionsgebäude 5/6), Ernst-Grube-Straße 40, stattfinden. Dr. rer. nat. Tobias Gauer, Medizinphysiker und Leiter der Sektion Forschung an der Universitätsklinik für Strahlentherapie Hamburg-Eppendorf, wird zum Thema „Radiochirurgie von Lebermetastasen: Einfluss von Bewegungsmanagement auf lokale Kontrolle“ referieren.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkollegen, aber auch Physiker, Biologen und Wissenschaftler, die in diesem Bereich tätig sind, und ist kostenfrei. Fortbildungspunkte wurden bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt beantragt. Weitere Veranstaltungen sind Ende Mai sowie im dritten und vierten Quartal geplant, die Termine stehen noch nicht endgültig fest.

Endspurt für die Bewerbungsphase für das „Clinical-Scientist-Programm“

Drei Jahr der Facharztausbildung an der Unimedizin Halle (Saale) bereits absolviert, eine herausragende Promotion abgeliefert und überdurchschnittliches Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten? Dann sind zumindest schon einmal drei Bedingungen erfüllt, um sich für das Clinical-Scientist-Programm der Medizinischen der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu bewerben. Bis zum 31. Januar 2017 ist das noch möglich!

Es stehen nach Auskunft des Prodekanats für Nachwuchsförderung zwei Stellen zur Verfügung.

Wichtig ist, dass ein Forschungsprojekt in einem der Schwerpunkte der Medizinischen Fakultät Halle bearbeitet wird, das heißt im Bereich Molekulare Medizin der Signaltransduktion oder Epidemiologie & Pflegeforschung, und auch, dass der Einrichtungsleiter zugestimmt hat sowie die Finanzierung des klinischen Anteils (50 Prozent) zugesagt ist.

Das Clinical-Scientist-Programm läuft über drei Jahre. Für diese Zeit werden die Zeiten für Klinik und Forschung vereinbart sowie Meilensteine schriftlich verankert. Geboten wird neben der eigenständigen Bearbeitung eines Forschungsprojekts eine strukturierte Ausbildung in Form von Vorlesungen, praktischen Kursen und Soft-Skill-Kursen.

Ziel des Programms ist die Förderung der klinischen und grundlagenorientierten Forschung innerhalb der Facharztausbildung, das Erbringen von wesentlichen Leistungen zu einer Habilitation sowie das erfolgreiche Publizieren von Projektdaten.

Weitere Informationen zum Clinical-Scientist-Programm gibt es im Internet beim Prodekanat für Nachwuchsförderung

Ringvorlesung der Rehabilitationsmedizin geht in das nächste Jahr

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Ringvorlesung „Rehabilitationsmedizin“, die vom Institut für Rehabilitationsmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität im Rahmen des Forschungsverbunds Rehabilitationsmedizin Thüringen/Sachsen-Anhalt angeboten wird.

Der erste Termin 2017 steht unter dem Titel „Methamphetaminkonsum als Herausforderung für die (rehabilitative) Versorgung und findet am 25. Januar von 14 bis 16.30 Uhr im Hörsaal des Institutes für Anatomie und Zellbiologie, Große Steinstraße 52 in Halle statt. Die Ringvorlesung richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch ausdrücklich an die interessierte Öffentlichkeit und die Hörer können sich auf drei Vorträgen freuen.

Laura Hoffmann (M.A.) vom Institut für Medizinische Soziologie der Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg spricht zum Thema: „Ergebnisse des METH-MD Projektes: Methamphetaminkonsum in Mitteldeutschland – Eine qualitative Studie zu Bedarf und Herausforderungen für die rehabilitative Versorgung“. Danach wird  Marc Manser, Leiter der Drogenberatungsstelle „drobs Halle“ über „Szenarien aus dem Alltag der ambulanten Drogenberatung“ sprechen. Den Abschluss bildet der Vortrag von Uwe Wicha, Leiter Therapieeinrichtung für Suchterkrankungen „Alte Flugschule“ in Großrückerswalde: „Diskussion exemplarischer Lebensläufe von Crystal Meth abhängigen Klienten anhand von Fallvignetten“.

Die Veranstaltung wird vom Direktor des Instituts für Rehabilitationsmedizin, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, moderiert.

Der zweite Termin findet dann am 15. Februar statt und hält zum Thema „Bewegungsförderung in Prävention und Rehabilitation“ zwei Vorträge bereit. Diese werden von Dr. Wolfgang Geidl sowie von Dr. Jana Semrau, beide vom Institut für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gehalten. Ersterer referiert zu den nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung, Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation: Bestandsaufnahme auf Einrichtungs- und Akteursebene (BewegtheReha) sowie zu  Schrittzähler-basierter Intervention zur Bewegungsförderung in der pneumologischen Rehabilitation bei Menschen mit COPD (STAR-Studie). Dr. Jana Semrau legt den Schwerpunkt dann auf die Entwicklung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz bei Auszubildenden.

Auch diese Veranstaltung wird moderiert, in diesem Fall von Prof. Dr. Oliver Stoll, Leiter des Arbeitsbereiches „Sportpsychologie & Sportpädagogik & Sportsoziologie“ am Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Weitere Termine sollen im Laufe des Jahres folgen. Bitte beachten Sie den Veranstaltungskalender auf diesem Blog!

Ultraschallkurs lehrt Medizin-Studierenden im Praktischen Jahr den richtigen Umgang mit der Methode

Dr. Bernd Klinge (r.) und Dr. Anna-Maria Burgdorff (2.v.r.) bieten den Ultraschallkurs ehrenamtlicht für PJler an.  Foto: Fotostelle UKH

Dr. Bernd Klinge (r.) und Dr. Anna-Maria Burgdorff (2.v.r.) bieten den Ultraschallkurs ehrenamtlich für PJler an. Begonnen wurde mit dem Schallen der Schilddrüse.
Foto: Fotostelle UKH

Ultraschall ist eine in vielen medizinischen Fachgebieten eingesetzte Untersuchungsmethode. Sie ist relativ unaufwendig, kostengünstig und kann schnell Ergebnisse liefern. Letzteres setzt jedoch voraus, dass Ärzte im Umgang mit dieser Methode vertraut sind. Hier setzt der Ultraschallkurs an, den Dr. Anna-Maria Burgdorff, Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale), initiiert hat.

Der Kurs findet bereits zum zweiten Mal im Skills Lab des Dorothea Erxleben Lernzentrums der Medizinischen Fakultät Halle statt und wird von Dr. Bernd Klinge geleitet. Er ist Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Ärztlicher Direktor des Helios-Klinikums Sangerhausen, das Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Halle ist. Da er zudem DEGUM-III-zertifiziert ist, kann er einen solchen Kurs leiten. Das Angebot ist dabei für Studierende im Praktischen Jahr konzipiert und freiwillig, und entspricht ebenfalls den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin und somit einem europäischen Konzept. Continue reading

Newcomers Club: Angebote für Neulinge an der MLU/ Offers for all who are new at MLU

English version below

Seit einigen Jahren gibt es an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen Newcomers Club. Der soll nationalen wie internatioinalen Wissenschaftlern, die neu in Halle sind, sowie ihren Familien, den Einstieg erleichtern, indem Führungen verschiedenster Art, aber auch ein Newcomers-Frühstück und eine Krabbelgruppe angeboten werden. Kurz gesagt: Kontakte knüpfen leicht gemacht.

Die nächsten beiden Angebote, die der Newcomers Club offeriert, sind eine Führung durch die weltbekannten Meckelschen Sammlungen am 22. Januar 2017, 14 Uhr, sowie tags drauf am 23. Januar um 10 Uhr eine Führung durch die Stadt Halle. Beide Veranstaltungen sind englischsprachig. Anmeldungen werden bis spätestens 20. Januar erbeten (für Details bitte auf die Bilder klicken).

 

A few years ago the so called Newcomers Club was established at Martin-Luther-University Halle-Wittenberg. Its purpose is to make it easier for national and international scientists who are new in Halle, as well as for their families, to get started by offering different kinds of tours through Halle or to special sights, a Newcomers breakfast and even a toddler group.

The next offers will be a tour through the world famous Meckelsche Sammlungen on January 22nd 2017, starting 2 p.m., and a walking tour through Halle the day after on January 23rd, starting 10 a.m. Both events are in English and registrations are kindly requested by January 20. (for details please click on the pictures above)

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte/for further information, please visit: MLU Newcomers Club

Startschuss für den ersten Jahrgang des neuen Studiengangs „Evidenzbasierte Pflege“

Auf dem Uni-Platz herrscht reges Treiben an diesem 4. Oktober 2016. Das Wintersemester 2016/2017 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beginnt und mit ihm der erste Jahrgang des neuen Studiengangs „Evidenzbasierte Pflege“ an der Medizinischen Fakultät. Der primärqualifizierende Studiengang ist in seiner Art einmalig in Deutschland, denn als Modellvorhaben ist die Befähigung zur  Übernahme heilkundlicher Tätigkeiten enthalten. Neben dem Bachelorabschluss erwerben die Studierenden zudem den Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

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Ein Teil des ersten Jahrgangs des neuen Studiengangs „Evidenzbasierte Pflege“ an der Medizinischen Fakultät Halle (Saale) wird von Prof. Anke Steckelberg (untere Reihe links), AOK-Vertreter Peter Klas (2.v.l.), Dekan Prof. Michael Gekle (2.v.r.) und Pflegedirektorin Christiane Becker (untere Reihe rechts) begrüßt.
Foto: Michael Deutsch

Es gehe darum, die Versorgung zukunftssicher zu machen, sagte der Dekan Professor Dr. Michael Gekle bei der Pressekonferenz anlässlich der Begrüßung der ersten Studierenden des neuen Studiengangs. Das gehe mit Interprofessionalität einher, einem Verschwimmen beruflicher Grenzen im medizinischen Bereich. Mit den künftigen Absolventen werde die Lücke zwischen pflegerischem und ärztlichem Bereich geschlossen, so der Dekan. Continue reading

Der Elektro-Geiger im Arztkittel

Martin Zschornak zu beschreiben, ist spannend. Sieht man ihn in seinem weißen Kittel, ist klar: Aha, vermutlich irgendwas mit Medizin. Aber das stimmt nur für einen Bereich seines Lebens. In diesem kennt man ihn als Martin Zschornak. Für andere, die den weißen Kittel an ihm noch nie gesehen haben, ist er Seth Schwarz.

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Martin Zschornak ist Arzt – und international bekannter DJ und Elekto-Geiger.
Foto: Fotostelle UKH

Der 30-Jährige ist im Alltagsleben Arzt im Department für Strahlenmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale). In seiner Freizeit ist er allerdings ein international bekannter Elektro-Geiger, tritt weltweit auf Festivals als DJ und Musiker auf und produziert, mixt und komponiert im eigenen Tonstudio zuhause elektronische Musik. In dieser Welt ist er unter dem Künstlernamen Seth Schwarz unterwegs. Der ist entstanden aus dem altägyptischen Wüstengott für Chaos und Verderben und der Übersetzung seines Nachnamens aus dem Sorbischen. Continue reading

Polnische Studierende absolvieren Famulatur am Universitätsklinikum Halle (Saale)

Für einen Monat waren die Studierenden Agata Basinski, Maciej Kasprzyk, Dorota Wilczkokwiak, Michal Fidera und Witold Czerniak von der Medizinischen Universität Poznań (Polen) in Halle zu Gast. Die angehenden Ärzte absolvierten am Universitätsklinikum Halle (Saale) ihre Famulatur, die Teil ihrer Ausbildung ist. Sie haben dabei in verschiedenen Kliniken, so in der Kindermedizin, der Orthopädie, der Neurologie, der Traumatologie sowie der Klinik für Innere Medizin I (Gastroenterologie und Pneumologie), praktisch gearbeitet. Bestandteil ihres Aufenthaltes war zudem ein Deutschkurs über den gesamten Zeitraum sowie eine Tour durch Halle und ein Ausflug nach Weimar. Jedem der Studierenden stand jeweils ein Arzt als Betreuer zur Seite.

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Fünf polnische Famulanten waren am UKH zu Gast. Zuständig für die Partnerschaft mit Poznań ist Prof. Dr. Stefan Plontke (hintere Reihe, 1. v. l). Foto: Zentrale Fotostelle

„Wir waren mit unserer Famulatur am Universitätsklinikum Halle äußerst zufrieden“, „Das Personal war extrem hilfsbereit und freundlich“, „Wir haben sehr viel lernen können“, „Auch unsere Deutschkenntnisse haben sich im Rahmen der vier Wochen deutlich verbessert“ und „Wir können eine Famulatur an der Universitätsmedizin Halle nur weiter empfehlen“ seien nur einige der Aussagen der polnischen Famulanten gewesen, teilte Professor Dr. Stefan Plontke, , Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, mit.

Professor Plontke ist seit dem vergangenen Jahr Beauftragter der Medizinischen Fakultät für die Zusammenarbeit Halle- Poznań, die bereits seit 1975 besteht und damals von dem bereits verstorbenen Professor Dr. Dr. h. c. Jan Hasik aus Poznań und von Professor Dr. Dr. h. c. Seige aus Halle initiiert wurde. Ziel dieser Kooperation war die Bündelung der wissenschaftlichen Ressourcen beider Einrichtungen. Seither treffen sich die Wissenschaftler alle zwei Jahre wechselseitig in Poznań und Halle, um Forschungsergebnisse auszutauschen. Nachdem das bilaterale Symposium vergangenes Jahr in Halle stattfand, ist im kommenden Jahr Poznań Gastgeber.

Zum zwölften Mal absolvierten polnische Studierende am halleschen Universitätsklinikum ihre Famulatur. Seit 2005 sind jedes Jahr mindestens fünf polnische Studierende nach Halle gekommen, so dass bisher insgesamt 69 polnische Medizinstudierende in Halle zu Gast waren. Sie haben ihren Aufenthalt genutzt, um sich in ihren Wahlfächern fortzubilden und die Kultur und das Leben in Deutschland kennen zu lernen.

Wissenschaftler der Universitäts- und Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie mit Forschungspreis ausgezeichnet

Apl. Prof. Dr. Stefan Reichert und seine Arbeitsgruppe von der halleschen Universitäts- und Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie (Direktor: Prof. Dr. Hans-Günter Schaller) ist auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) und der CP GABA GmbH mit dem „DG Paro meridol Forschungspreis 2016“ (2. Platz, 1.000 Euro) ausgezeichnet worden. Außerdem konnte apl. Prof. Reichert eine Forschungsförderung in Höhe von 10.000 Euro einwerben.

apl. Prof. Dr. Stefan Reichert nimmt die Auszeichnung entgegen.  Foto: DGParo

Apl. Prof. Dr. Stefan Reichert (M.) nimmt die Auszeichnung entgegen.
Foto: DGParo

Mit der Forschungsförderung wird das Projekt „Orales Mikrobiom als Prädiktor für neue kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung“ von apl. Prof. Reichert unterstützt.

In einer von beiden Kategorien des Forschungspreises, der Kategorie „Grundlagenforschung, Ätiologie und Pathogenese von Parodontal­erkrankungen“, wurde die Arbeitsgruppe um apl. Prof. Reichert für ihre Arbeit „Association of levels of antibodies against citrullinated cyclic peptides and citrullinated α-enolase in chronic and aggressive periodontitis as a risk factor of Rheumatoid arthritis: a case control study” mit dem „meridol Preis 2016“ geehrt. Die Arbeit wurde im “Journal of Translational Medicine” publiziert (Reichert S, Schlumberger W, Dähnrich C, Hornig N, Altermann W, Schaller HG, Schulz S. (2015) J Transl Med 13:283). Darin wurde untersucht, ob Antikörper gegen citrullinierte Peptide, die ein strenger Prädiktor für die Rheumatoidarthritis sind, auch vermehrt im Serum bei Patienten mit aggressiver und chronischer Parodontitis im Vergleich zu Probanden ohne Parodontitis vorkommen. Im Ergebnis dieser Arbeit konnte festgestellt werden, dass Patienten mit schwerer Parodontitis kein höheres Risiko für eine Autoantikörperbildung gegen citrullinierte Peptide haben. Weitere Untersuchungen zum Zusammenhang Parodontitis – Rheumatoidarthritis sind notwendig. An der Studie beteiligt waren außerdem das HLA Labor des UKH (Leiter Dr. W. Altermann) sowie die Euroimmun AG Lübeck (Dr. Wolfgang Schlumberger). Continue reading

Hench-Preis für Befragung zu Kommunikationsbarrieren von Menschen mit Rheumaerkrankungen

Die Diplom-Psychologin Dr. Juliane Lamprecht und die Diplom-Soziologin Anja Thyrolf sind am vergangenen Freitag (2. September 2016) auf dem 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Frankfurt am Main mit dem Nachwuchspreis der Hans-Hench-Stiftung und der DGRh ausgezeichnet worden. Dieser ist mit 2.000 Euro dotiert. Die beiden Wissenschaftlerinnen, die am Institut für Rehabilitationsmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg forschen, haben den Preis für ihre Online-Befragung von Rheumabetroffenen erhalten. Anhand der Befragung konnten sie zeigen, dass die Teilhabe am sozialen Leben für Menschen mit Rheuma insbesondere aufgrund von kommunikativen Problemen in Gesprächen, welche die Betroffenen aufgrund ihrer Erkrankung oftmals führen müssen, gefährdet ist.

Prof. Dr. Wilfried Mau (Direktor des Institutes für Rehabilitationsmedizin), Prof. Dr. Hartmut Peter (Vorsitzender der Hans-Hench-Stiftung), Preisträgerin Dr. Juliane Lamprecht, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle (Präsidentin der Rheuma-Liga) Foto: Rheumaakademie

v.l.n.r.: Prof. Dr. Wilfried Mau (Direktor des Institutes für Rehabilitationsmedizin), Prof. Dr. Hartmut Peter (Vorsitzender der Hans-Hench-Stiftung), Preisträgerin Dr. Juliane Lamprecht, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle (Präsidentin der Rheuma-Liga)
Foto: Rheumaakademie

Mehr als 2.000 Menschen im gesamten Bundesgebiet, die von rheumatischen Erkrankungen betroffen sind, wurden zu krankheitsbezogenen Kommunikationsbarrieren befragt. 1.015 vollständige Fragebögen konnten dazu ausgewertet werden. Dabei wurde herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen im Alltag Probleme hat. „Es geht nicht darum, dass sie über ihre Erkrankung sprechen, sondern über Probleme aufgrund der Erkrankung“, sagt Dr. Juliane Lamprecht. Viele hätten Probleme, ihre Rechte einzufordern und meiden Konflikte eher, weil sie sich in eine Rechtfertigungssituation gedrängt sehen. „Da geht es zum Beispiel um einen Sitzplatz im Bus, die Antragsstellung bei Behörden wie Krankenkassen oder Gespräche mit dem Arbeitgeber zum Thema Sonderurlaub oder Arbeitsausfall aufgrund ihrer Erkrankung“, erklärt Dr. Lamprecht. Continue reading