Forschungspreise an Hörforscher der halleschen Uni-HNO-Klinik verliehen

Auf der 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA) in Aalen sind die Hörforscher Medizinphysikerin Laura Fröhlich und Audiologie-Professor Dr. Torsten Rahne von der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Halle (Saale) mit Forschungspreisen der Deutschen Gesellschaft für Audiologie ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Torsten Rahne erhielt den Meyer-zu-Gottesberge-Preis und damit die höchste Ehrung, die die Deutsche Gesellschaft für Audiologie einem aktiven Forscher auf der Höhe seiner Schaffenskraft verleihen kann. In seiner Laudatio hob sein früherer Kollege Roland Mühler (Magdeburg) Rahnes besondere Verdienste um die Verbindung von experimenteller Grundlagenforschung und klinischer Forschung hervor. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und Prof. Dr. Alf Meyer zum Gottesberge gewidmet, der sich der Innenohrforschung und der Mittelohrchirurgie wegweisend widmete. Die Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA) vergibt den Meyer-zum-Gottesberge-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Hörforschung. Für die Auszeichnung vorgeschlagen werden können Nachwuchswissenschaftler und Ärzte, die in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten auf dem Gebiet der Hörforschung in deutscher, französischer oder englischer Sprache publiziert haben.

Torsten Rahne (Jahrgang 1979) hat in Magdeburg Physik studiert und wurde dort sowie in New York zur Beeinflussung der Hörwahrnehmung durch visuelle Signale promoviert. Seit 2008 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Halle (Saale) tätig und habilitierte sich dort 2012. 2015 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für experimentelle und klinische Audiologie und Neurootologie ernannt. Er ist als international gefragter und anerkannter Wissenschaftler bereits Träger einiger weiterer Forschungspreise.

Laura Fröhlich wurde mit dem mit 500 Euro dotierten Nachwuchs-Forschungspreis für den besten Vortrag während des Junior-Symposiums der internationalen Konferenz geehrt. Laura Fröhlich (Jahrgang 1991) hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Medizinische Physik studiert und arbeitet derzeit an ihrer Promotion im Bereich der Hörforschung an der Universitätsmedizin Halle (Saale). Sie absolvierte einen Forschungsaufenthalt an der Chalmers University of Technology in Göteborg und arbeitet an Forschungsprojekten im Bereich aktiver Hörimplantat und wurde für ihre Arbeit bereits mit einem weiteren Preis ausgezeichnet.

„Frauen in der Wissenschaft“ – Wissenschaftlerin aus Halle nimmt an Podiumsdiskussion der Sächsischen Akademie der Wissenschaften teil

Wenn am Montag, 7. November 2016, ab 18 Uhr in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in der Karl-Tauchnitz-Straße 1 in Leipzig darüber diskutiert wird, wie es Frauen in der Wissenschaft geht, ist auch eine hallesche Wissenschaftlerin Teil der Runde: Privatdozentin Dr. Ivonne Bazwinsky-Wutschke vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

„Ich freue mich, dass ich als Teilnehmerin zu der Podiumsdiskussion eingeladen worden bin. Ich denke, ich kann in diesem Rahmen auch von meinen eigenen Erfahrungen berichten, die ich im Laufe meiner wissenschaftlichen Karriere gemacht habe“, sagt sie. Eines könne sie zumindest vorab schon sagen: Diese wäre nicht möglich gewesen, wenn sie im privaten, familiären Umfeld nicht so viel Unterstützung gehabt hätte.

PD Dr. Ivonne Bazwinsky-Wutschke ist als eines der ersten Mitglieder im Dezember 2015 in das neugegründete Junge Forum der Sächsischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen worden.

Sächsische Akademie der Wissenschaften in der Karl-Tauchnitz-Straße in Leipzig' Foto: SAW/Dirk Brzoska

Sächsische Akademie der Wissenschaften in der Karl-Tauchnitz-Straße in Leipzig‘
Foto: SAW/Dirk Brzoska

An der Podiumsdiskussion nehmen neben PD Bazwinsky-Wutschke die sächsische Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll (Universität Erlangen-Nürnberg; Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) sowie Prof. Dr. Wolfgang Fleig vom Universitätsklinikum Leipzig teil. Moderiert wird die Veranstaltung von der Bremer Landesbeauftragten für Frauen, Ulrike Hauffe.

Prof. Lütjen-Drecoll war im Übrigen die Referentin zur ersten Erxleben-Lecture der Universitätsmedizin Halle (Saale) im vergangenen Jahr. Thema der sich anschließenden Podiumsdiskussion war auch hier: Frauen in der Wissenschaft.

Weitere Informationen zur Veranstaltung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, inkl. Download-Möglichkeit des Informationsflyers unter: https://www.saw-leipzig.de/de/aktuelles/akademie-forum-frauen-in-der-wissenschaft

Von Urkunden, Goldenen Doktorjubiläen und der Taufliege Drosophila

Die Doktorand/-innen und Habilitant/-innen mit ihren Urkunden

Die Doktorand/-innen und Habilitant/-innen der Medizinischen Fakultät Halle mit ihren Urkunden Foto: Fotostelle UKH

Am Wochenende haben die Doktoranden und Habilitanten der Medizinischen Fakultät Halle in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität ihre Urkunden erhalten. Im Rahmen des akademischen Festaktes fand zudem die zweite Erxleben-Lecture statt, die in diesem Jahr von Professorin Dr. rer. nat. Elisabeth Knust gehalten wurde. Die besondere Vorlesung wird zu Ehren Dorothea Christiane Erxlebens veranstaltet, die 1755 an der Universität Halle zur ersten Ärztin Deutschlands promoviert wurde.

Prof. Elisabeth Knust, Referentin der zweiten Erxleben-Lecture

Prof. Elisabeth Knust, Referentin der zweiten Erxleben-Lecture

Die Direktorin des Max-Planck-Institutes für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden sprach zum Thema „Klein, aber oho: Die Taufliege Drosophila in der Grundlagenforschung“. Die Leibniz-Preisträgerin stellte in einem kurzweiligen Vortrag dar, warum diese Fliegen, die man gemeinhin besser als Obstfliegen kennt, in der Wissenschaft so beliebt sind. Die Tiere sind ein sogenannter Modellorganismus, weil sie unter anderem einerseits leicht zu reproduzieren und zu halten sind, und zum anderen, weil ihr Genom vollständig bekannt ist. Continue reading

Pflegewissenschaftlerin Prof. Gabriele Meyer trifft Niederländische Königin Máxima bei Pflegekongress in Rotterdam

In dieser Woche treffen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Pflege in Rotterdam (Niederlande) zum fünften „European Nursing Congress“. Der Kongress steht unter dem Motto „Caring for older people: how can we do the right things right?”, also wie die richtigen Dinge richtig umgesetzt werden können, wenn es um die Pflege älterer Menschen geht. Im Rahmen des Europäischen Pflegekongresses war Professorin Dr. Gabriele Meyer, Direktorin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeladen, die ehemalige Königin der Niederlande Prinzessin Beatrix zu treffen, die an der Eröffnungsfeier der Veranstaltung teilnehmen und im Nachgang mit ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen sollte. Doch weil Beatrix verhindert war, übernahm diese Aufgabe Königin Maximá der Niederlande selbst.

„Die Audienz zeigt ihr Interesse an der Pflegewissenschaft, die sich um die beste Versorgung von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Europa bemüht. Auch wenn hier keine unmittelbare politische Einflussnahme zu erwarten ist, so darf doch der Einfluss der Repräsentanten der europäischen Länder, sei es im Präsidialamt oder aus Königshäusern, nicht unterschätzt werden“, so Prof. Meyer. Continue reading

„Mischen is possible“ – 4. Forschungstag an der Medizinischen Fakultät

Am 11. November 2016 findet der 4. Forschungstag der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Interdisziplinarität: Mischen is possible!“

Die Ziele des Forschungstages sind es, alle Teilnehmer mittels Vorträgen über die wissenschaftlichen Kerngebiete der Fakultät zu informieren, den aktiven Austausch in Diskussionen und Poster-Präsentationen anzuregen und dadurch die Verbindungen zwischen den Schwerpunktbereichen der Fakultät – Molekulare Medizin der Signaltransduktion und Klinische Epidemiologie und Pflegeforschung – zu stärken.

Das Programm ist vollgepackt mit spannenden Themen. Es sieht drei Vortragssessions zu den Themen Alterns-, Herz-Kreislauf- und Tumorforschung sowie eine moderierte Postersession (alle Themen) vor. Für die Vorträge, die auf Deutsch oder auf Englisch gehalten werden können, sind jeweils 15 Minuten einschließlich Diskussion vorgesehen. Alle Teilnehmer des Forschungstages können zudem darüber abstimmen, welche drei Poster pro Forschungsschwerpunkt die besten sind. Es winken dafür Posterpreise zwischen 100 und 300 Euro.

Dekan Prof. Dr. Michael Gekle wird um 8.15 Uhr den 4. Forschungstag eröffnen. Die erste Session befasst sich dann mit dem Thema Alternsforschung. Danach folgen Postersession und Posterbegehung. Ab 12.45 Uhr beginnt die zweite Session, die der Herz-Kreislauf-Forschung gewidmet ist. Daran schließt sich um 14.15 Uhr die dritte Session zur Tumorforschung an. Den Abschluss bildet ab 15.30 Uhr die Verleihung der Posterpreise und ein Fazit vom Prodekan Forschung, Prof. Dr. Dirk Vordermark.

In der neuen Rubrik „Routiniers in der Forschung – Newcomers in Halle“ werden sich zudem Wissenschaftler vorstellen, die neu an die Fakultät gekommen sind.

Die Zahl der Vorträge und Poster ist begrenzt. Die Auswahl erfolgt nach Einsendung von Abstracts, die in englischer Sprache verfasst sein müssen und nicht mehr als 250 Wörter haben sollten – inklusive Titel, Autor und Einrichtung. Auch sollte vermerkt sein, ob ein Poster oder ein Vortrag präsentiert werden soll. Die Deadline für das Einreichen der Abstracts beim Prodekanat Forschung (per Mail an Dr. Tostlebe) ist der 20. Oktober.

Wissenschaftler der Universitäts- und Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie mit Forschungspreis ausgezeichnet

Apl. Prof. Dr. Stefan Reichert und seine Arbeitsgruppe von der halleschen Universitäts- und Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie (Direktor: Prof. Dr. Hans-Günter Schaller) ist auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) und der CP GABA GmbH mit dem „DG Paro meridol Forschungspreis 2016“ (2. Platz, 1.000 Euro) ausgezeichnet worden. Außerdem konnte apl. Prof. Reichert eine Forschungsförderung in Höhe von 10.000 Euro einwerben.

apl. Prof. Dr. Stefan Reichert nimmt die Auszeichnung entgegen.  Foto: DGParo

Apl. Prof. Dr. Stefan Reichert (M.) nimmt die Auszeichnung entgegen.
Foto: DGParo

Mit der Forschungsförderung wird das Projekt „Orales Mikrobiom als Prädiktor für neue kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung“ von apl. Prof. Reichert unterstützt.

In einer von beiden Kategorien des Forschungspreises, der Kategorie „Grundlagenforschung, Ätiologie und Pathogenese von Parodontal­erkrankungen“, wurde die Arbeitsgruppe um apl. Prof. Reichert für ihre Arbeit „Association of levels of antibodies against citrullinated cyclic peptides and citrullinated α-enolase in chronic and aggressive periodontitis as a risk factor of Rheumatoid arthritis: a case control study” mit dem „meridol Preis 2016“ geehrt. Die Arbeit wurde im “Journal of Translational Medicine” publiziert (Reichert S, Schlumberger W, Dähnrich C, Hornig N, Altermann W, Schaller HG, Schulz S. (2015) J Transl Med 13:283). Darin wurde untersucht, ob Antikörper gegen citrullinierte Peptide, die ein strenger Prädiktor für die Rheumatoidarthritis sind, auch vermehrt im Serum bei Patienten mit aggressiver und chronischer Parodontitis im Vergleich zu Probanden ohne Parodontitis vorkommen. Im Ergebnis dieser Arbeit konnte festgestellt werden, dass Patienten mit schwerer Parodontitis kein höheres Risiko für eine Autoantikörperbildung gegen citrullinierte Peptide haben. Weitere Untersuchungen zum Zusammenhang Parodontitis – Rheumatoidarthritis sind notwendig. An der Studie beteiligt waren außerdem das HLA Labor des UKH (Leiter Dr. W. Altermann) sowie die Euroimmun AG Lübeck (Dr. Wolfgang Schlumberger). Continue reading

Forschungsstipendium von Fachgesellschaft für zwei Wissenschaftlerinnen des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Elke Mattern, M.Sc. und die Doktorandin Dipl.-Med.-Päd. Sabine Striebich vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft (IGPW) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben mit einem Forschungsstipendium einen der beiden Förderpreise der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) erhalten. Im Rahmen der 45. Jahrestagung Ende Februar in Hamburg unter dem Motto „Wundertüte Elternschaft – Fortpflanzung 2.0“ ist ihnen der Preis von Dr. Susanne Ditz, Sprecherin des Jungen Forums und Vorstandsmitglied, und Dr. Wolf Lütje, Präsident der Gesellschaft, verliehen worden. Insgesamt beträgt das Stipendium 3.000 Euro.

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Foto: Sebastian Warda

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Vorträge, Speed-Dating und Postersessions: Medizinstudierende präsentieren sich beim 3. Doktoranden-Kongress

Der 3. Doktoranden-Kongress ist Geschichte und damit Posterpräsentationen, das erste wissenschaftliche Speed-Dating und zahlreiche Vorträge. Außerdem stehen somit auch die Preisträger für die besten Vorträge und die besten Posterpräsentationen fest.

UKH Halle_MedFak_Zentrale Fotostelle

Zwei der vier Preisträger, Philipp Kiosze und Kristin Reinhardt, eingerahmt Prof. Michael Bucher, Prodekan für Nachwuchsförderung (links) und Prof. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät                                                                                                                           Foto: Fotostelle UKH

Den besten Vortrag unter den Studierenden hat Philipp Kiosze (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin) gehalten. Bei den Graduierten ist die Preisträgerin Eva Susanne Deutrich (Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik). Der Preis ist mit jeweils 300 Euro dotiert.

Für die besten Posterpräsentationen sind Kristin Reinhardt (Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie) in der Rubrik Studierende sowie Jovita Schiller (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) in der Rubrik Graduierte ausgezeichnet worden. Sie erhielten dafür jeweils 200 Euro. Im Rahmen der feierlichen Verleihung der Promotionsurkunden am Samstag im Löwengebäude der Universität Halle haben auch die Preisträger ihre Urkunden erhalten. Continue reading

7. Alterstagung hat in Halle stattgefunden

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Vergangenes Wochenende (25.-27. September) waren in Halle Altersforscher aus den verschiedensten Ländern und Fachgebieten zu Gast. Grund war die siebte Alterstagung unter dem diesjährigen Motto: „Treatment of Elderly Patients: Challenges of the Future“. Einige Eindrücke der Veranstaltung: Tagungsort: Löwengebäude der … Continue reading