Publikationsstärkste Wissenschaftler des akademischen Mittelbaus ausgezeichnet

Die publikationsstärksten zehn Wissenschaftler des sogenannten akademischen Mittelbaus sind in der jüngsten Sitzung des Fakultätsrates ausgezeichnet worden. Jeder von ihnen erhält 10.000 Euro für die Forschung im Jahr 2018, insgesamt werden somit 100.000 Euro ausgereicht. Damit sollen die Leistung dieser Mitarbeiter der Universitätsmedizin Halle (Saale) stärker wahrgenommen und gewürdigt und sie an den Bonusmitteln für die Einrichtungen beteiligt werden.

Die Top Ten sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Dr. Jessica Lilian Bell (Institut für Molekulare Medizin)
apl. Prof. Dr. Jürgen Dittmer (Universitäts- und Poliklinik für Gynäkologie)
Dr. Simon Jasinski-Bergner (Institut für Anatomie und Zellbiologie, zuvor Institut für Immunologie)
apl. Prof. Dr. Kerstin Lorenz (Universitäts- und Poliklinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie)
Dr. Irene Moor (Institut für Medizinische Soziologie)
apl. Prof. Dr. Torsten Rahne (Universitäts- und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie)
apl. Prof. Dr. Martin S. Staege (Universitäts- und Poliklinik für Pädiatrie I)
PD Dr. Susanne Unverzagt (Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik)
apl. Prof. Dr. Johannes Wohlrab (Universitäts- und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie)
PD Dr. Dieter Worlitzsch (Stabsstelle Krankenhaushygiene)

Die Einrichtungen der Universitätsmedizin werden jährlich evaluiert, um die Leistungsorientierte Mittelverteilung (LOM) für Forschung zu ermitteln. Dabei werden die Publikationsleistungen, auch personenbezogen, analysiert und über einen 3-Jahreszeitraum ausgewertet. Im Falle der nun ausgezeichneten Wissenschaftler wurde die Publikationsleistung aus den Jahren 2013 bis 2015 berücksichtigt. Einbezogen werden zudem die anteiligen und kumulativen Impact-Faktoren der Publikationen sowie das Ranking nach anteiligem Impact-Faktor.

Forschungspreise an Hörforscher der halleschen Uni-HNO-Klinik verliehen

Auf der 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA) in Aalen sind die Hörforscher Medizinphysikerin Laura Fröhlich und Audiologe apl. Prof. Dr. Torsten Rahne von der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Halle (Saale) mit Forschungspreisen der Deutschen Gesellschaft für Audiologie ausgezeichnet worden.

Apl. Prof. Dr. Torsten Rahne erhielt den Meyer-zu-Gottesberge-Preis und damit die höchste Ehrung, die die Deutsche Gesellschaft für Audiologie einem aktiven Forscher auf der Höhe seiner Schaffenskraft verleihen kann. In seiner Laudatio hob sein früherer Kollege Roland Mühler (Magdeburg) Rahnes besondere Verdienste um die Verbindung von experimenteller Grundlagenforschung und klinischer Forschung hervor. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und Prof. Dr. Alf Meyer zum Gottesberge gewidmet, der sich der Innenohrforschung und der Mittelohrchirurgie wegweisend widmete. Die Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA) vergibt den Meyer-zum-Gottesberge-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Hörforschung. Für die Auszeichnung vorgeschlagen werden können Nachwuchswissenschaftler und Ärzte, die in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten auf dem Gebiet der Hörforschung in deutscher, französischer oder englischer Sprache publiziert haben.

Torsten Rahne (Jahrgang 1979) hat in Magdeburg Physik studiert und wurde dort sowie in New York zur Beeinflussung der Hörwahrnehmung durch visuelle Signale promoviert. Seit 2008 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Halle (Saale) tätig und habilitierte sich dort 2012. 2015 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für experimentelle und klinische Audiologie und Neurootologie ernannt. Er ist als international gefragter und anerkannter Wissenschaftler bereits Träger einiger weiterer Forschungspreise.

Laura Fröhlich wurde mit dem mit 500 Euro dotierten Nachwuchs-Forschungspreis für den besten Vortrag während des Junior-Symposiums der internationalen Konferenz geehrt. Laura Fröhlich (Jahrgang 1991) hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Medizinische Physik studiert und arbeitet derzeit an ihrer Promotion im Bereich der Hörforschung an der Universitätsmedizin Halle (Saale). Sie absolvierte einen Forschungsaufenthalt an der Chalmers University of Technology in Göteborg und arbeitet an Forschungsprojekten im Bereich aktiver Hörimplantat und wurde für ihre Arbeit bereits mit einem weiteren Preis ausgezeichnet.

Wissenschaftspreis der Unimedizin Göttingen für halleschen Juniorprofessor Tony Gutschner

27.1.2017 UMG Verleihung Wirtschaftspreis Hörsaal 55

Juniorprofessor Dr. Tony Gutschner bei seinem Vortrag zur Verleihung des Wissenschaftspreises der Universitätsmedizin Göttingen am 27. Januar 2017.
Foto: UMG

Juniorprofessor Dr. rer. nat.Tony Gutschner hat am heutigen Freitag als einer von zwei Nachwuchswissenschaftler den Wissenschaftspreis der Universitätsmedizin Göttingen erhalten. Der Preis wurde zum ersten Mal verliehen und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die Peter Jochimsen Stiftung für internationale Wissenschaftsprojekte hat den Preis gestiftet. Die zweite Preisträgerin ist Dr. Lena-Christin Conradi von der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen. Das Geld geht zu gleichen Teilen an die Preiträger.

Wie die Universitätsmedizin Göttingen mitteilt, richtet sich der Preis an „herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben und wegweisende Ergebnisse auf dem Gebiet der Grundlagenforschung erzielt haben.“ Der thematische Schwerpunkt der Ausschreibung habe im Jahr 2016 auf dem Gebiet der onkologischen Erkrankungen gelegen.

Als Festredner war Dr. Michael Boutros vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg eingeladen und sprach zum Thema „Lesen und Schreiben im Genom“.

Zum DKFZ hat Preisträger Jun.-Prof. Gutschner ebenfalls eine persönliche Verbindung, denn hier wurde er 2012 promoviert. Als Postdoc arbeitete er danach von 2012 bis 2013 im Labor von Prof. Dr. Sven Diederich im DKFZ. Von 2013 bis 2016 forschte er am MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas, USA, bevor zum seit 1. Januar 2017 als neuer Juniorprofessor für RNA-Biologie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität, seiner alten Alma Mater, berufen wurde.

27.1.2017 UMG Verleihung Wirtschaftspreis Hörsaal 55

Die beiden ersten Preisträger des Wissenschaftspreises der Universitätsmedizin Göttingen, Jun.-Prof. Dr. Tony Gutschner (2.v.l.) und Dr. Lena-Christin Conradi mit Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Göttingen (l.) und Prof. Dr. Peter Jochimsen, Vorsitzender des Kuratoriums der Peter Jochimsen Stiftung für internationale Wissenschaftsprojekte, die das Preisgeld gestiftet hat.
Foto: UMG

Die Presseankündigung der Universitätsmedizin Göttingen ist hier zu finden.

Erster Platz beim Hugo-Junkers-Preis 2016 für hallesche Universitätsmedizin

Das Projekt „Energetische und immunologische Strategien beim Plattenepithelkarzinom“ der halleschen Universitätsmedizin hat den Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation 2016 in der Kategorie „Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung“ gewonnen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

hjp2016_wickenhauserseligereckertDas Projekt von Professorin Dr. Barbara Seliger, Professorin Dr. Claudia Wickenhauser und apl. Professor Dr. Dr. Alexander W. Eckert verbindet gleich drei Fachgebiete der Universitätsmedizin Halle (Saale), die sich aufgrund ihres wissenschaftlichen Hintergrunds hervorragend ergänzen.

Die Tumorforscherin und Direktorin des Instituts für Medizinische Immunologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Seliger, ist die Initiatorin des Projektes und beschäftigt sich seit Jahren mit den Mechanismen, wie sich Tumore der Immunantwort entziehen können. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des Einsatzes von neuen Immuntherapien von großer klinischer Relevanz. „Die Überlegung war, zusammen mit Kollegen in Portland, Oregon, Tumore zu finden, die noch nicht so häufig diesbezüglich untersucht wurden und für die es aber eine gute Probenlage gibt“, sagt sie. Beides sei bei Tumoren in der Kopf-Hals-Region der Fall. Hier kommt nun apl. Prof. Eckert ins Spiel, kommissarischer Leiter der Universitäts- und Poliklinik für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Halle (Saale), der eine umfangreiche Tumorbank für diese Art der Erkrankungen eingerichtet hat. Er war es auch, der das Projekt beim Hugo-Junkers-Preis angemeldet hat. „Ich habe in der Zusammenarbeit gemerkt, dass es ein sehr spannendes Projekt ist und vorgeschlagen, es einzureichen. Der Preis ist von wichtiger Bedeutung für die Universitätsmedizin Halle“, sagt er. Continue reading

Dermatologe Dr. Volker Stadie vom Universitätsklinikum Halle (Saale) erhält mit 1.000 Euro dotierten Publikationspreis

Für seine Arbeit mit dem Titel „Klinik und Therapie der Papillomatosis lymphostatica“ ist der Dermatologe Dr. Volker Stadie mit dem Publikationspreis der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie für den Bereich Phlebologie ausgezeichnet worden. Der Leitende Oberarzt der Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Halle (Saale) nahm den mit 1.000 Euro dotierten Preis am Wochenende beim Internationalen Life Surgery Symposium in Frankfurt am Main entgegen.

Dr. Stadie wird für seine Publikation ausgezeichnet. Foto: Jürgen Mai

Dr. Stadie wird für seine Publikation ausgezeichnet.
Foto: Jürgen Mai

Die von Dr. Stadie eingereichte Publikation liefert einen Erfahrungsbericht in der Behandlung der Papillomatosis lymphostatica, einer besonderen krankhaften Ausprägung des chronischen Lymphödems, welche hauptsächlich an den Beinen auftritt. Dabei kommt es zu einem Flüssigkeitstau aufgrund eines nicht optimal arbeitenden Lymphsystems. Im weiteren Verlauf schwellen die Zehen, Füße oder Beine an, es entstehen Hautfurchen (Krypten), in denen sich Bakterien ansiedeln, die zu Geruchsbildung führen können. Mehr als 100.000 Menschen in Deutschland leiden an einem Lymphödem, doch nur ein geringer Teil bildet die Sonderform der P. lymphostatica aus, beispielsweise auch Menschen mit Saugprothesen aufgrund einer Beinamputation. Die Erkrankung muss medizinisch behandelt werden, um infektiöse Folgeerkrankungen zu vermeiden. Continue reading

Von Urkunden, Goldenen Doktorjubiläen und der Taufliege Drosophila

Die Doktorand/-innen und Habilitant/-innen mit ihren Urkunden

Die Doktorand/-innen und Habilitant/-innen der Medizinischen Fakultät Halle mit ihren Urkunden Foto: Fotostelle UKH

Am Wochenende haben die Doktoranden und Habilitanten der Medizinischen Fakultät Halle in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität ihre Urkunden erhalten. Im Rahmen des akademischen Festaktes fand zudem die zweite Erxleben-Lecture statt, die in diesem Jahr von Professorin Dr. rer. nat. Elisabeth Knust gehalten wurde. Die besondere Vorlesung wird zu Ehren Dorothea Christiane Erxlebens veranstaltet, die 1755 an der Universität Halle zur ersten Ärztin Deutschlands promoviert wurde.

Prof. Elisabeth Knust, Referentin der zweiten Erxleben-Lecture

Prof. Elisabeth Knust, Referentin der zweiten Erxleben-Lecture

Die Direktorin des Max-Planck-Institutes für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden sprach zum Thema „Klein, aber oho: Die Taufliege Drosophila in der Grundlagenforschung“. Die Leibniz-Preisträgerin stellte in einem kurzweiligen Vortrag dar, warum diese Fliegen, die man gemeinhin besser als Obstfliegen kennt, in der Wissenschaft so beliebt sind. Die Tiere sind ein sogenannter Modellorganismus, weil sie unter anderem einerseits leicht zu reproduzieren und zu halten sind, und zum anderen, weil ihr Genom vollständig bekannt ist. Continue reading

18 Deutschlandstipendien für Studierende der Medizinischen Fakultät

Die Deutschlandstipendien sind in feierlichem Rahmen in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität vergeben worden. Foto: Michael Deutsch

Die Deutschlandstipendien sind in feierlichem Rahmen in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität vergeben worden.
Foto: Michael Deutsch

Von 94 neu vergebenen Deutschlandstipendien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Wintersemester 2016/17 sind 18 an Studierende der Medizinischen Fakultät gegangen. 13 davon erhalten Studierende der Humanmedizin, vier gehen an Studierende der Zahnmedizin und eines an eine Studierende der Gesundheits- und Pflegewissenschaft. Continue reading