„Paper of the Year Award 2017“ der Anatomischen Gesellschaft an Professor Dr. Dr. Horst Claassen verliehen

Vom 22. Bis zum 22. September 2017 fand im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Würzburg die 112. Versammlung der Anatomischen Gesellschaft statt. Die diesjährige Versammlung war dem Andenken an den 200. Geburtstag des bekannten Würzburger Anatomen Rudolf Albert von Koelliker gewidmet.

Urkunde „Paper of the Year Award 2017“

Nach Beendigung des offiziellen Vortragsteils am Freitag, dem 22.09.17, wurde Herrn Professor Dr. Dr. Horst Claassen vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg der „Paper of the Year Award 2017“ der Anatomischen Gesellschaft verliehen. Die Auszeichung erfolgte für die im Journal of Histochemistry & Cyochemistry, Band 65, 2017 erschienene Originalarbeit mit dem Titel „Different patterns of cartilage mineralization analyzed by comparison of human, porcine, and bovine laryngeal cartilages“. Diese Arbeit war einige Monate zuvor schon zum „Paper of the Month“ des Monats Mai 2017 gewählt worden. Jetzt wurde unter 12 „Papers of the month“ das „Paper of the Year“ ausgewählt. Wahlberechtig waren alle auf der 112. Jahresversammlung der Anatomischen Gesellschaft anwesenden Mitglieder. Die Überreichung des Preises erfolgte durch die amtierende Vorsitzende der Anatomischen Gesellschaft, Frau Professor Dr. Kerstin Krieglstein, derzeit gleichzeitig Dekanin der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

„Young Scientists in Dentistry“-Symposium zum ersten Mal in Dresden

Anfang Mai hat bereits zum 13. Mal das traditionsreiche „Young Scientists in Dentistry“-Symposium stattgefunden. Austragungsort war dieses Jahr erstmalig das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. Dieser zahnmedizinische „Mini-Kongress“ richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs der Universitäten Leipzig, Halle (Saale) und Dresden und soll den Austausch zwischen Studenten, Zahnärzten und Professoren der verschiedenen Standorte fördern.

Nachdem Prof. Dr. Sebastian Paris (Berlin) mit der inspirierenden Darstellung seines Werdegangs die Veranstaltung eröffnete, hielten die engagierten Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden Vorträge über ihre Projekte. Thematisch standen dabei Universaladhäsive, neueste Erkenntnisse über das orale Mikrobiom, sowie innovative diagnostische Verfahren im Mittelpunkt. Die Leitung des Kongresses hatten Prof. Dr. Christian Hannig (Dresden), Prof. Dr. Rainer Haak (Leipzig), Priv.-Doz. Dr. Felix Krause (Leipzig) und Prof. Dr. Christian Gernhardt (Halle (Saale)) inne. Wie jedes Jahr wurden anschließend die drei besten Beiträge ausgezeichnet:

  1. Platz: Carolin Boehlke, Dresden – „Analysen des Speichelmikrobioms bei Menschenaffen und Menschen“
  2. Platz: Elisa Jurianz, Halle – „Parodontitis, parodontale Bakterien und HLA-Allele in Relation zur Bildung von Anti-CCP und Anti-CEP-1 Antikörpern bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA)“
  3. Platz: Marcus Hähnel, Leipzig – „Bewertung eines Universaladhäsivs – klinisch und mit optischer Kohärenztomografie“

Nach einem gemütlichen „get together“ am Freitagabend in der Dresdner Neustadt fanden am Samstag verschiedene Workshops unter dem Motto „Die Promotion – ein wissenschaftliches Projekt“ statt. Mit dem Ziel der Nachwuchsförderung erarbeiteten die Dozenten gemeinsam mit den zukünftigen Doktoranden, wie man ein geeignetes Projekt findet, durchführt und anschließend strukturiert niederschreibt.

Auf Grund der erneut sehr positiven Resonanz des diesjährigen Kongresses findet das „Young Scientists in Dentistry“-Symposium auch im nächsten Jahr wieder statt. Dabei kehrt er an seine Ursprungsstätte in Leipzig zurück.

Text: Tobias Rosenauer und Julia Ernst, Poliklinik für Zahnerhaltung

Wissenschaftler der halleschen Universitäts-HNO-Klinik mit zwei Broicher-Preisen ausgezeichnet

Der Physiker Prof. Torsten Rahne und der Mediziner Dr. Ingmar Seiwerth sind bei der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie jeweils mit dem 1. Platz des Broicher-Preises geehrt worden. Prof. Rahne erhielt den Preis in der Kategorie „Experimentelle Forschung“ für seine Arbeit „Dimensionen von Mastoiden und ihre Konsequenzen für die Geometrie transkutaner Knochenleitungsimplantate“. Dr. Seiwerth wurde in der Kategorie „Klinische Forschung“ für seine Arbeit zum Thema „Erfahrungen mit dem teilimplantierbaren Knochenleitungshörgerät Bonebridge: Computer-assistierte präoperative 3D-Planung und audiologische Ergebnisse bei Erwachsenen und Kindern“ ausgezeichnet.

Preisübergabe an apl. Prof. Torsten Rahne

Preisübergabe von Tagungspräsident Prof. Werner (r.) an apl. Prof. Torsten Rahne

Preisübergabe Seiwerth

Preisübergabe von Prof. Werner (r.) an Dr. Ingmar Seiwerth

Damit ging der erste Platz in beiden Kategorien an die hallesche Universitätsmedizin und zum ersten Mal überhaupt in seiner Geschichte an eine einzige Klinik. „Das ist schon sehr ungewöhnlich, deshalb freuen wir uns sehr darüber“, sagt Prof. Dr. Stefan Plontke, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Universitätsklinikum Halle (Saale). Die beiden ersten Plätze des Broicher-Preises sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

Die beiden Preisträger setzten sich bei der Preisvergabekommission gegenüber knapp 300 Mitbewerbern durch. Die geehrten Arbeiten sind aus einer intensiven Forschungskooperation zwischen der Universitäts-HNO-Klinik und PD Dr. Florian Radetzki vom Department für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie (DOUW) des halleschen Universitätsklinikums entstanden.

Der vom Kölner Arzt Franz-Joseph Broicher gestiftete Preis für die besten wissenschaftlichen Posterpräsentationen wird jährlich bei der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie vergeben. Bewertet wird nicht allein die wissenschaftliche Arbeit, sondern vor allem auch, wie geschickt didaktische und graphische Mittel eingesetzt wurden, um den wissenschaftlichen Inhalt verständlich und eindrucksvoll zu vermitteln.