15 Projekte der Unimedizin Halle werden in neuer Roux-Förderphase finanziell unterstützt

Die Entscheidung für die Förderung von Projekten der Universitätsmedizin Halle über das integrierte Wilhelm-Roux-Programm ist gefallen. Insgesamt 15 Projekte sind für die Förderung ausgewählt worden. Sieben Projekte sind dabei dem Forschungsschwerpunkt „Epidemiologie und Pflegeforschung“ zuzuordnen und acht dem Forschungsschwerpunkt „Molekulare Medizin der Signaltransduktion“. Der Förderzeitraum beginnt im Frühsommer und erstreckt sich auf maximal zwei Jahre. Die Fördersumme beträgt insgesamt etwa 2,2 Millionen Euro für beide Förderjahre.

Für das Roux-Programm waren 49 Förderanträge eingegangen. Die Antragsteller haben die einzelnen Projekte auf dem Roux-Symposium präsentiert und sind von externen Gutachterkommissionen bewertet worden. Die Gutachter sprachen zudem die Empfehlungen für eine Förderung aus.

Der aktuelle Call bezog sich auf die Fördermodule TIF und TIFyoung, die sich an erfahrene wie auch junge (Nachwuchs)Wissenschaftler richten, die bereits promoviert haben und an der Medizinischen Fakultät beschäftigt sind. Beiden Modulen gleich ist die Anforderung, dass Kliniker und Theoretiker aus unterschiedlichen Einrichtungen zusammenarbeiten.

Das Wilhelm-Roux-Programm ist das Förderprogramm der Medizinischen Fakultät Halle, mit dem der wissenschaftliche Nachwuchs sowie auch die kooperative Forschung zwischen den Einrichtungen der Universitätsmedizin Halle unterstützt werden soll. Zudem soll es den Weg für eine spätere externe Förderung der Projekte ebnen.

Weitere Informationen unter: Überblick über Anzahl der Projekte (aktuell: Projektrunde 30, bei Zugang zum Intranet kann die vollständige Liste unter „Details“ abgerufen werden) bzw. unter www.medizin.uni-halle.de/roux

Japanischer Gastwissenschaftler von Elite-Universität forscht in Halle an Krebsprotein

Seit diesem April verstärkt der japanische Gastwissenschaftler Terumasa Sowa (36) die Arbeitsgruppe von Professor Stephan Feller an der Medizinischen Fakultät in Halle. Der Mediziner wird für voraussichtlich zwei Jahre in Halle bleiben. Bisher forschte er in Japan an der renommierten Medizinischen Universität Kyoto in der Arbeitsgruppe von Professor Toshi Menju am Department für Thoraxchirurgie. Terumasa Sowa interessiert sich besonders für die Ursachen der Tumorentstehung in der Lunge.

Terumasa Soma (rechts) arbeitet im Team mit Dr. Marc Lewitzky, Katharina Mandel und Dr. Tobias Gruber (v.l.n.r.).

Terumasa Soma (rechts) arbeitet im Team mit Dr. Marc Lewitzky, Katharina Mandel und Dr. Tobias Gruber (v.l.n.r.). Foto: AG Feller

Im Labor von Prof. Stephan Feller vom Institut für Molekulare Medizin wird Terumasa Sowa zusammen mit Dr. Marc Lewitzky die Funktionsweise des Gab1-Proteins weiter erforschen. Ein besseres Verständnis für die Tumorentstehung und die Entwicklung effektiverer Therapien sei von großem Interesse – gerade auch, weil Lungenkrebs beziehungsweise Metastasen anderer Tumorarten in der Lunge zu den häufigsten Todesursachen bei den Menschen in Sachsen-Anhalt zählen, so Prof. Feller. Continue reading

Prof. Christian Eggeling spricht bei HalOx International Lecture Series

Den nächsten Vortrag in der HalOx International Lecture Series hält Prof. Christian Eggeling. Dieser findet am 11. April ab 19 Uhr im Christian-Wolff-Saal des Stadtmuseums in Halle, Große Märkerstraße 10, statt. Das Thema lautet „High resolution (STED) microscopy of living cells“.

Prof. Christian Eggeling befasst sich in seiner Forschung mit der Applikation und Entwicklung von ultra-sensiblen Fluoreszenzmikroskopie-Techniken für lebende Zellen mit einer Auflösung bis zum molekularen Level.

Er hat Physik in Hamburg und Göttingen studiert. Für sein Diplom wie auch für seine PhD-Forschung hat er den Fokus auf die Fluoreszenz-Mikroskopie gelegt. Von 2003 bis 2012 war Prof. Eggeling Wissenschaftler in der Forschungsgruppe von Nobelpreisträger Stefan Hell am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Seit 2012 ist er Leiter des Wolfson Imaging Centre am Weatherall-Institut für Molekularmedizin in Oxford (Großbritannien).

Der Vortrag von Prof. Eggeling war bereits für vergangenes Jahr geplant, musste jedoch verschoben werden.

Die Vortragssprache aller Vorträge der International Lecture Series ist Englisch, die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen. Insbesondere richten sie sich an (angehende) Biotechnologen, (Bio-)Informatiker und Mediziner.