Medizinistudentin gewinnt Posterpreis im Rahmen des DVR-Kongresses

Die hallesche Medizinstudentin Carina Wenzel hat im Rahmen des diesjährigen 6. DVR-Kongresses (DVR: Dachverband Reproduktionsbiologie und –medizin) vom 3. bis 5.12.2015 in Hamburg für ihre Arbeiten zur Thematik „miR-130/301 cluster regulates

Carina Wenzel hat auf dem diesjährigen DVR-Kongress einen mit 500 Euro dotierten  Posterpreis

Carina Wenzel hat auf dem diesjährigen DVR-Kongress einen mit 500 Euro dotierten Posterpreis gewonnen.

adipogenesis-associated target genes in a testosterone-dependent manner“ einen mit 500 Euro dotierten Posterpreis gewonnen. Carina Wenzel hat ihre diesbezüglichen Forschungsarbeiten als Mitglied des Promotionskollegs Medizin (HaPKoM) am Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie des Universitätsklinikums Halle (Saale) durchgeführt.

Inhaltlich befasst sich Carina Wenzel in ihrer Arbeit mit der hemmenden Wirkung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron auf die Entwicklung und Ausreifung (Differenzierung) von Fettzellen. Testosteron verschiebt dabei die Differenzierung von mesenchymalen Stammzellen von Fettzellen hin zu Muskelzellen. Bisher nur unzureichend untersucht ist in diesem Zusammenhang die Rolle von microRNAs, welche als kleine, nicht-kodierende RNAs die Gen-Regulation steuern. Carina Wenzel konnte zeigen, dass das microRNA-cluster miR-130/301 in SGBS-Zellen (Fettzellvorläuferzellen) unter Testosterongabe verstärkt exprimiert wird, und diese microRNAs die Proteintranslation von Genen unterdrücken, welche für die Differenzierung zu Fettzellen notwendig sind, wie etwa das Gen PPARgamma. Teile ihrer Arbeit konnte Carina Wenzel zusammen mit Kollegen in diesem Jahr in der Zeitschrift Molecular and Cellular Endocrinology (Kraus et al., 2015) veröffentlichen.

Der Dachverband Reproduktionsbiologie und -medizin ist ein Zusammenschluss aus den wichtigsten wissenschaftlichen Gesellschaften und Verbänden mit Schwerpunkt Reproduktionsmedizin oder -biologie in Deutschland. Der alle zwei Jahre stattfindende DVR-Kongress ist der größte deutschsprachige Kongress zur Reproduktionsmedizin und -biologie.

Ehrung für Fachanatomin und Biologin PD Dr. Ivonne Bazwinsky-Wutschke

Pirmin Stekeler-Weithofer, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (r.), gratuliert Ivonne Bazwinksy-Wutschke zur Aufnahme in das Junge Forum. Neben ihr wurde auch Tilmann Leisegang von der TU Freiberg aufgenommen.

Pirmin Stekeler-Weithofer, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (r.), gratuliert Ivonne Bazwinksy-Wutschke zur Aufnahme in das Junge Forum. Neben ihr wurde auch Tilmann Leisegang (l.) von der TU Freiberg aufgenommen. Fotos: SAW Leipzig/Christian Modla

Die Fachanatomin und Biologin PD Dr. Ivonne Bazwinsky-Wutschke von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist am Freitag, dem 11. Dezember 2015, als eines der ersten Mitglieder in das neugegründete Junge Forum der Sächsischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen worden. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät gehört für die kommenden fünf Jahre dem Jungen Forum in der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse an. Das Junge Forum ist gegründet worden, um hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler in Mitteldeutschland zu unterstützen, da es für diese bisher keine landes- und institutionenübergreifende Exzellenzförderung gab.

SAW_Herbtsitzung_41_bearbPD Dr. Bazwinsky-Wutschke hat an der Universität Leipzig Biologie mit den Schwerpunkten Neurobiologie, Immunbiologie und Tierphysiologie sowie im Nebenfach Biochemie studiert. Hier promovierte sie 2003 mit Bestnoten auf dem Gebiet der Neurobiologie und wechselte an das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Arbeitsgruppe Prof. Peschke), wo sie bis heute forscht und lehrt. Damit einher ging eine wissenschaftliche Neuorientierung in Richtung humane Zellbiologie und Endokrinologie. Im Jahr 2011 erfolgte die Qualifikation als Fachanatomin, im Jahr 2014 die Habilitation im Fach Anatomie.

Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Faramarz Dehghani am Institut für Anatomie und Zellbiologie und forscht seit ihrer Habilitation selbständig am Einfluss des Pinealhormons Melatonin auf Calciumsignalproteine und Insulinsekretion im Pankreas beim Menschen. Untersuchungen des Endocannabinoid-Systems an Leber und Pankreas sind als weitere Forschungsgebiete hinzugekommen. In der Anatomie hat sie sich auf den Kopf-/Hals-Bereich spezialisiert und bildet an der Medizinischen Fakultät neben Studierenden der Humanmedizin insbesondere Zahnmedizinstudierende aus.

HELIOS Klinik Hettstedt ist neues Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät

Die HELIOS Klinik Hettstedt ist das neueste Akademische Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Am Dienstag, dem 8. Dezember 2015, erfolgte die offizielle Urkundenübergabe, die Vereinbarung gilt seit dem 1. November. „Wir freuen uns, dass wir diese Anerkennung bekommen“, sagte der Ärztliche Direktor der HELIOS Klinik Hettstedt, Dr. Frank Schöning, in Halle.

„Die HELIOS Klinik Hettstedt erfüllt unsere Anforderungen an ein Akademisches Lehrkrankenhaus, so dass wir den Studierenden unserer Fakultät eine fachlich fundierte praktische Ausbildung ermöglichen können. Zudem tragen wir dazu bei, Hettstedt bei unseren Studierenden auf die Landkarte zu setzen und für Weiterbildungsassistenten attraktiv zu machen. Dadurch unterstützen wir die Versorgung ländlicher Gebiete. Des Weiteren dient die Kooperation der Qualitätssicherung der medizinischen Daseinsfürsorge“, würdigt Professor Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät, die Kooperation.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Matthias Girndt (Studiendekan der Medizinischen Fakultät), Dr.  Lutz Lindemann-Sperfeld, Mario Schulter, Dr. Frank Schöning (alle drei HELIOS Klinik Hettstedt); Prof. Dr.  Michael Gekle (Dekan der Medizinischen Fakultät)

v.l.n.r.: Prof. Dr. Matthias Girndt (Studiendekan der Medizinischen Fakultät), Dr. Lutz Lindemann-Sperfeld, Mario Schulter, Dr. Frank Schöning (alle drei HELIOS Klinik Hettstedt); Prof. Dr. Michael Gekle (Dekan der Medizinischen Fakultät)

Ab Sommersemester können Medizinstudierende ihre praktische und theoretische Ausbildung im Praktischen Jahr (PJ) sowie im Rahmen von Famulaturen in Hettstedt absolvieren. Die Klinik ist nunmehr das 16. Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Halle. „Die Vereinbarung gilt zunächst bis Juni 2017“, so Prof. Dr. Matthias Girndt, Studiendekan der Medizinischen Fakultät.

Die HELIOS Klinik Hettstedt ist eine Einrichtung der Basisversorgung, die unter anderem als regionales Traumazentrum zertifiziert ist, die stationäre HNO-Versorgung sowie die regionale psychiatrische Vollversorgung für den Landkreis Mansfeld-Südharz absichert sowie über eine Stroke Unit verfügt.

Hallesche OP-Wochen: Live dabei bei Herzkatheter-Untersuchung

Mit raschen, energischen und dennoch vorsichtigen Bewegungen schiebt Oberarzt Dr. Sebastian Nuding erst einen Führungsdraht und dann den ersten Katheter durch einen zuvor gelegten Zugang, die sogenannte Schleuse, in der Leistengegend. Auf dem OP-Tisch im Katheterlabor liegt eine 88 Jahre alte Frau, bei der altersbedingt eine hochgradige Aortenklappenstenose, also eine Verengung der Aortenklappe im Herzen, vorliegt.

Die Schleuse fungiert als eine Art Führungsschiene und dichtet gleichzeitig das Blutgefäß ab, durch das der Katheter geführt wird. Wo er hin muss und wie sich Draht und Katheter vorschieben, verfolgt Dr. Nuding über einen Monitor, der die Aufnahmen des Röntgengerätes zeigt, das über dem Brustkorb der Patientin schwebt.

OP-Wochen1

Die Studierenden sehen auf den Leinwänden nicht nur die OP-Umgebung, sondern es kann auch direkt auf Untersuchungsmonitore geschaltet werden.

Am Eingriff sind allerdings nicht nur Operateur Nuding und seine Assistentin beteiligt. Es schauen auch mehrere Dutzend Augenpaare in den Hörsälen 3 und 4 am Universitätsklinikum Halle (Saale) dabei zu. Denn die Herzkatheter-Untersuchung ist einer von insgesamt elf Eingriffen, die im Rahmen der Halleschen OP-Wochen live in die zusammengelegten Hörsäle übertragen werden und auf zwei Leinwänden mitverfolgt werden können. Continue reading