Festakt und Erxleben-Lecture würdigten die erste promovierte Ärztin Deutschlands

Kurzweilig, amüsant, wissensreich: So lässt sich die Festveranstaltung anlässlich des 300. Geburtstages von Dorothea Christiane Erxleben am Freitag, 13. November 2015, in der Aula des Löwengebäudes der Universität Halle zusammenfassen. Die Veranstaltung hatten die Medizinische Fakultät sowie die Ärztekammer Sachsen-Anhalt gemeinsam auf die Beine gestellt. Dorothea Erxleben, geboren in Quedlinburg, war die erste Frau Deutschlands, die zur Ärztin promoviert wurde – und zwar an der Universität Halle.

Neben der Begrüßung seitens des Dekans der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gekle, und Ärztekammerpräsidentin Dr. Simone Heinemann-Meerz richteten Universitätsrektor Prof. Dr. Udo Sträter, Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker sowie die Nobelpreisträgerin und Schirmherrin der neu ins Leben gerufenen Erxleben-Lecture Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard Grußworte an das Publikum. Danach widmete sich ein Vortrag von Prof. Dr. Florian Steger vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Persönlichkeit Dorothea Erxleben.

Neben dem feierlichen Aspekt war der Geburtstag auch Anlass, eine „Erxleben-Lecture“ ins Leben zu rufen. Die erste Lecture hielt  Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll von der Universität Nürnberg-Erlangen zum Thema „Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt. Aspekte zur funktionellen Morphologie des Sehorgans“.

Dekan Prof. Michael Gekle mit Prof. Elke Lütjen-Drecoll, die die erste Erxleben-Lecture in Halle hielt.

Dekan Prof. Michael Gekle mit Prof. Elke Lütjen-Drecoll, die die erste Erxleben-Lecture in Halle hielt.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion unter Moderation von Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle, zum Thema Frauen in der Wissenschaft.

Abgerundet wurde das Jubiläum mit dem Theaterstück „Kein Ort.Erxleben“ sowie der Sonderausstellung „‚Daß dieses Geschlecht der Gelahrtheit sich befleisse …‘ – Frauen an der Universität Halle-Wittenberg“. Letzere ist kostenlos und noch bis 24. Januar im Sessionssaal im Löwengebäude zu sehen (Dienstag bis Freitag von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr; Führungen am 29. November, 20. Dezember und 10. Januar 2016 jeweils 15 Uhr).

 

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